Felder vertrocknen

Dürre zwingt Bauern zu Preiserhöhungen

© ORF/Helmut Fohringer
Die Hitzewelle verwüstet Niederösterreichs Felder – und trifft bald jeden Konsumenten im Geldbörsel. In Großkadolz zeigt sich das Ausmaß der Katastrophe: Landwirt Maximilian Hardegg erntete sein Weizenfeld mit 40 Prozent weniger Ertrag.
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Kein Wasser mehr drinnen, ganz trocken, wie Sand“, beschreibt Hardegg den ausgetrockneten Boden. Sein Mais bleibt weit unter der Norm – kaum brusthoch statt zwei Meter, fast ohne Kolben.

Totalausfälle drohen

Designierter Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Lorenz Mayr schlägt Alarm: Bei Kürbis, Soja und weiteren Kulturen rechnet er mit Einbußen von 70 bis 80 Prozent – bis hin zum Totalausfall. Auch bei Erdäpfeln fährt man nur noch ein Drittel der üblichen Menge ein. Auch auf Almen fehlt Wasser und Futter, Tiere müssen früher zurück auf die Höfe.

Auswirkungen auf Lebensmittelpreise

In manchen Gegenden betrug der Ertragsrückgang bei Weizen bis zu 50 Prozent betragen, sagte bereits AMA-Chef Günter Griesmayr. Trotz der geringeren Getreideernte würden "ausreichend Mengen für die Herstellung von Brot, Mehl und Backwaren zur Verfügung" stehen. Doch die Ernteeinbußen und -ausfälle werden auch Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise haben.

Teurer Einkauf droht

Mayr bestätigt: Die Preissteigerung kommt "mit Sicherheit". Gleichzeitig fordern Bauern Ausgleichszahlungen, um explodierende Dünger- und Dieselkosten abzufedern. Die Milchbauern forderten diese Woche bereits eine Ausgleichszahlung von 300 € pro Kuh aus dem Katastrophenfonds,

Fazit: Die Dürre trifft die Bauern hart – und bald auch jeden Haushalt an der Supermarktkassa.