Polizei ermittelt
Dutzende Grillen im Dom von Trier ausgesetzt
Nach Angaben der Ermittler öffnete der Mann am Mittwoch in der Nähe der Heilig-Rock-Kapelle einen Karton und setzte die Insekten aus. Eine Zeugin beobachtete die Aktion, folgte dem Verdächtigen und alarmierte die Polizei.
Bei der Kontrolle entdeckten die Beamten einen weiteren Karton mit der Aufschrift "Mittelmeergrillen, 500 Stück, Einzelfutter". Zunächst gingen die Ermittler deshalb von 500 freigelassenen Tieren aus. Der Domhausmeister entdeckte allerdings nur etwa 50 Grillen. Wie viele tatsächlich ausgesetzt wurden, bleibt unklar.
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Drei Jahre Haft drohen
Die ungewöhnliche Insektenjagd verlief erfolgreich: Wie das Bistum Trier gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erklärte, konnte der Hausmeister die Tiere innerhalb einer Stunde entfernen. Ein Kammerjäger war nicht notwendig, chemische Mittel kamen ebenfalls nicht zum Einsatz.
Die betroffene Kapelle blieb knapp eine Stunde gesperrt.
Weshalb der 72-Jährige die Grillen ausgerechnet im Dom freiließ, ist weiterhin ein Rätsel. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Störung der Religionsausübung ermittelt. Dafür drohen in Deutschland bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.
Das Domkapitel will nun prüfen, ob zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind.