Erneut Probleme

Brandgefahr bei E-Autos: Mega-Rückruf bei VW

Ein ausgebrannter E-SUV VW ID.4
© Feuerwehr Ravensburg (via Facebook)
Volkswagen kommt aus der Krise nicht heraus: Nach dem Rückruf von Millionen Fahrzeugen wegen möglicher Lenkungsprobleme droht dem deutschen Autoriesen bereits das nächste Qualitätsdebakel. Diesmal geht es um fehlerhafte Batteriezellen in Elektroautos, die einen Fahrzeugbrand auslösen könnten.
OE24 auf Google bevorzugen

Wie das "Handelsblatt" berichtet, bereitet VW einen umfangreichen Rückruf mehrerer Elektromodelle vor. Betroffen sind Fahrzeuge der Baureihen ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz aus den Produktionsjahren 2023 bis 2025 sowie Tausende Cupra Born.

Allein in Deutschland könnte eine fünfstellige Zahl von Fahrzeugen betroffen sein. In den USA sollen bereits mehr als 22.000 ID.4 zurückgerufen werden.

Volkswagen bestätigte Qualitätsmängel bei einzelnen Hochvolt-Batteriezellen, die auf Produktionsfehler von Zulieferern zurückzuführen seien. Als vorläufige Sicherheitsmaßnahme soll der maximale Ladestand betroffener Fahrzeuge auf 80 Prozent begrenzt werden.

Erst kürzlich auch eine Rückruf-Aktion

Erst Ende September hatte VW wegen einer korrosionsanfälligen Schraube im Lenkungsbereich etwa 4,6 Millionen Fahrzeuge verschiedener Konzernmarken zurückgerufen.

Die neuerlichen Probleme treffen Europas größten Autobauer in einer schwierigen Phase. In China verliert Volkswagen Marktanteile an heimische Konkurrenten wie BYD. Gleichzeitig belasten hohe Entwicklungskosten, der schleppende Umbau zur Elektromobilität und milliardenschwere Sparprogramme das Unternehmen.

Bis 2030 sollen bei der Kernmarke Volkswagen mehr als 35.000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen. Hinzu kommen jahrelange Schwierigkeiten bei der Softwareentwicklung.

Wie teuer der neue Batterie-Rückruf wird, ist noch unklar.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden