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Eisenbahner feilschen in 2. Verhandlungs-Runde

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Heiße Verhandlungen um Eisenbahn-Kollektivvertrag. Er gilt für 55.000 Beschäftigte in insgesamt 98 österreichischen Eisenbahnunternehmen.
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Die Bahn-Arbeitgeber und -Arbeitnehmervertreter feilschen heute ab 15.30 Uhr in der zweiten Verhandlungsrunde um einen neuen Kollektivvertrag (KV). Der Eisenbahn-Kollektivvertrag gilt für 55.000 Beschäftigte in insgesamt 98 österreichischen Eisenbahnunternehmen. Die Gewerkschaft vida fordert eine Inflationsabgeltung und ein Reallohnplus für die Bahnbeschäftigten.

"Die Bahn fährt Rekorde ein"

Die Eisenbahner-KV-Verhandlungen stehen heuer besonders im Fokus, weil sich die Sozialpartner im Vorjahr auf einen zweijährigen "Krisenabschluss" für die Metallbranche geeinigt haben und deswegen heuer im Herbst nicht verhandeln. Der Abschluss der Metaller dient normalerweise als Orientierungspunkt für die Verhandlungen in anderen Branchen. "Die Bahn fährt Rekorde ein und die Bahnbranche boomt", sagte vida-Fachbereichsvorsitzender Gerhard Tauchner vergangene Woche nach der ersten Verhandlungsrunde. "Das muss sich auch bei den Gehältern der Beschäftigten zeigen." Darüber hinaus brauche es klare Wettbewerbsbedingungen und gleiche Regeln für alle Bahnunternehmen.

Für den Wirtschaftskammer-Fachverband Schienenbahnen steht bei den Verhandlungen vor allem das komplexe Rahmenrecht bei den Eisenbahnunternehmen im Mittelpunkt. Änderungen müssten auch monetär bewertet werden, hieß es zuletzt. Zudem würden die stark gestiegenen Strom- und Energiepreise die Unternehmen belasten. "Der Abschluss muss für die Unternehmen wirtschaftlich tragbar sein", sagte Thomas Scheiber, Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite, nach der ersten KV-Runde.

Momentum: ÖBB-Beschäftigtenstand wuchs langsamer als Betriebsleistung

Von 2013 bis 2025 stieg die Zahl der Reisenden im ÖBB-Personenverkehr um 25,4 Prozent auf 292 Millionen und die Anzahl der gefahrenen Personenzugkilometer um 23,9 Prozent auf 118,3 Millionen, geht aus einer Auswertung des gewerkschaftsnahen Momentum Instituts hervor. Der Beschäftigungsstand im ÖBB-Konzern wuchs im gleichen Zeitraum um 15,2 Prozent auf 46.838 Vollzeitäquivalente.