Terror-Familie
Enthüllung: Die IS-Akte des CSD-Terroristen
Der Islamist Abdul B. (†21), der am Samstagabend am Rande des Christopher Street Days (CSD) im Berliner Tiergarten mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge raste, eine Frau tötete und 29 weitere Menschen verletzte, soll aus einem familiären Umfeld mit Verbindungen ins islamistische Milieu stammen.
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Laut Angaben libanesischer Ermittler, auf die sich die "Zeit" beruft, war eine Tante Abdul B.s mit einem bekannten Dschihadisten verheiratet. Noch brisanter ist jedoch die Rolle von zwei seiner Cousins. Diese schlossen sich im Laufe der Zeit der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) an und waren offenbar tief in das radikale Milieu verstrickt.
Cousins kämpften für den IS
Abdul B. soll diese Verstrickungen in die Terrorszene offenbar gezielt ausgenutzt haben. Aus Akten der Ermittler im Libanon gehe hervor, dass er bei der Kontaktaufnahme zu mutmaßlichen IS-Mitgliedern direkt auf seine beiden Cousins verwies. Dabei gab er an, von ihnen für das Netzwerk empfohlen worden zu sein.
Das Schicksal der beiden Verwandten unterstreicht die Radikalität der Familie. Einer der beiden kam als Kämpfer des "Islamischen Staats" im Irak ums Leben. Der andere Cousin soll sich laut den vorliegenden Berichten zeitweise in irakischer Haft befunden haben.