Studentin gestorben

Ermittlungen gegen Behörde nach tödlichem Stern-Bar-Brand eingestellt

Graz. Das Ermittlungsverfahren gegen die Stadt Graz als Brandschutzbehörde im Zusammenhang mit dem tödlichen Feuer in der Stern-Bar in der Silvesternacht 2023/24 ist eingestellt worden.
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Tödlicher Brand zu Silvester. © APA

Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Medienbericht: Es wurde eingestellt, "weil eine strafrechtliche Verantwortlichkeit nicht mit der für ein Strafverfahren erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden konnte".

Ermittelt worden war zuletzt gegen sechs beschuldigte Mitarbeiter der Stadt Graz wegen des Verdachts des Missbrauchs der Amtsgewalt und der fahrlässigen Herbeiführung einer Feuersbrunst. In der Silvesternacht hatte es damals gegen 3.00 Uhr in der beliebten Innenstadtbar zu brennen begonnen. Im Eingangsbereich soll entzündliches Material gelagert gewesen sein, ein Notausgang durch ein Fenster war versperrt und das Personal soll nicht ausreichend für Brandfälle geschult worden sein, lautete im Vorjahr die Anklage gegenüber dem Lokalbetreiber, der zu einer Haftstrafe verurteilt worden war.

21-jährige Studentin gestorben

Bei dem Brand starb eine 21-jährige Studentin aus Niederösterreich und zehn weitere Personen wurden zum Teil sehr schwer verletzt. Das Feuer hatte am Neujahrsmorgen 2024 für einen großen Einsatz in der Innenstadt am Karmeliterplatz und in der oberen Sporgasse gesorgt. Neben den Ermittlungen gegen den Lokalbetreiber waren auch Erhebungen gegen die Behörde und deren Vertreter geführt worden. Hier ging es um den Verdacht, dass man die Einhaltung der feuerpolizeilichen Vorschriften zu Notausgängen und Brandverhütung nicht ausreichend überprüft haben könnte. Eine Verantwortung dafür konnte die Staatsanwaltschaft aber nicht mit ausreichender Sicherheit ermitteln. Daher ist das Verfahren vor zwei Tagen eingestellt worden.