Die Ursprünge des Erntedankfests gehen weit zurück: Schon die Kelten und Germanen feierten das Ende der Erntezeit. Im Judentum gibt es Schawuot und Sukkot, und auch die Römer und Griechen dankten ihren Göttern im Herbst für eine reiche Ernte.
Bäuerliche Tradition
Die Brauchtümer, denen wir heute folgen, stammen aus dem 18. Jahrhundert. Damals bedankten sich die Bauern mit einem Festessen bei ihrem Gesinde. Zuvor überreichten die Knechte und Mägde ihnen einen Kranz aus Getreide.
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So wird gefeiert
Heutzutage wird vor allem im ländlichen Raum am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Meist werden die Altäre in Kirchen mit den Früchten des Feldes verziert, auch Brot und Wein gehören oft zu dem reichen Schmuck. Außerdem wird aus den letzten Ähren eine prunkvolle Erntekrone geflochten, die in einer feierlichen Prozession in die Kirche gebracht wird. Viele Vereine und Trachtengruppen veranstalten Ernteumzüge.
Während das Erntedankfest früher den sozialen Aspekt des Teilens in den Mittelpunkt rückte, geht es heuer mehr darum, uns daran zu erinnern, dass wir Menschen ein Teil der Natur und von ihr abhängig sind. Gerade in Zeiten von Klimawandel und Umweltschutz rückt auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft, aber auch im Umgang mit Lebensmitteln, in den Fokus. Gleichzeitig danken wir den Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind.
Keine Verwandtschaft mit Thanksgiving
Auch wenn man in Europa oft glaubt, dass amerikanische Thanksgiving unserem Erntedankfest entspricht, ist es nicht so: Das Fest, das am vierten Donnerstag gefeiert wird, gedenkt der Pilgerväter, die 1621 ihre erste Ernte in der Neuen Welt gefeiert haben.