Statt Babler

Erste Umfrage mit Zeiler als SPÖ-Chef

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Die SPÖ würde mit Gerhard Zeiler als Parteichef leicht zulegen und die ÖVP überholen.
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Das große Gerhard-Zeiler-Wunder bleibt aus - zumindest in der neuesten Umfrage der Lazarsfeld-Gesellschaft für oe24 (1.000 Befragte vom 28. bis 29. September). Denn: Selbst wenn der Medienmanager die Partei übernehmen würde, blieben die Roten mit 19 Prozent noch knapp unter der 20er-Marke. Eine Verbesserung im Vergleich zum derzeitigen SPÖ-Chef, Andreas Babler (17 %), gäbe es aber schon. In der Vorwoche lagen die Roten allerdings noch bei 15 Prozent.

ÖVP würde drei Prozentpunkte verlieren, wenn Zeiler SPÖ-Chef wäre. © oe24

Zeiler holt vor allem bei ÖVP Stimmen

Stimmen holt sich Zeiler laut Lazarsfeld vor allem von der ÖVP. Die Schwarzen würden bei einem SPÖ-Chef Zeiler nur noch auf 18 Prozent kommen. Die Zeiler-Sozialdemokratie würde die Volkspartei also überholen. Mit Babler als SPÖ-Vorsitzendem liegt die ÖVP bei 21 Prozent.

SPÖ mit Babler bei 17 Prozent. In der Vorwoche waren es noch 15 %. © oe24

Die FPÖ bliebe hingegen fast gleich und wäre mit 37 Prozent weiterhin klar Erster. Bei Babler kämen sie auf 38 Prozent.

Fast 30 Prozent halten Zeiler für wählbar. © oe24

Dass nur ein Austausch an der Spitze nicht reichen wird, weiß Zeiler auch selbst. "Wir müssen etwas ändern - und zwar nicht nur den Parteivorsitzenden austauschen", so Zeiler am Sonntag. Die Sozialdemokratie brauche auch einen Kurswechsel.

Zeiler ist für fast 30 Prozent wählbar

Dass Zeiler viele Wählerinnen und Wähler mobilisieren könnte, ist aber durchaus möglich. Denn laut Umfrage halten ihn 29 Prozent zumindest für prinzipiell wählbar. 38 Prozent sagen, Zeiler sei unwählbar. Zum Vergleich: In der Lazarsfeld-Umfrage der Vorwoche gaben 56 Prozent an, einen negativen Eindruck von Babler zu haben.

Zeiler in fiktiver Kanzlerfrage bei zehn Prozent. © oe24

Kanzlerfrage: Zeiler knapp vor Babler

In der fiktiven Kanzlerfrage (1.000 Befragte, Schwankungsbreite 3,16 %) gibt es für Zeiler jedenfalls auch keinen "Startbonus". Mit 10 Prozent wäre er zwar besser als Babler (8 %) unterwegs. FPÖ-Chef Herbert Kickl könnte er damit aber noch lange nicht das Wasser reichen. Der Freiheitliche kommt in den Rohdaten auf 33 Prozent.

Babler in fiktiver Kanzlerfrage bei nur acht Prozent. © oe24

Die anderen Parteichefs würden in der Kanzlerfrage bei einem SPÖ-Chef Zeiler jedenfalls in etwa gleich bleiben. ÖVP-Obmann Christian Stocker käme auf 11 % (-1), Grünen-Sprecherin Leonore Gewessler bliebe bei 6 % und NEOS-Chefin Meinl-Reisinger würde auf 9 Prozent (+1) zulegen.