Nach dem heftigen Wahldebakel der Republikaner brennt im Weißen Haus das Dach. Harmeet Dhillon (57), die berühmt-berüchtigte Chef-Ermittlerin aus dem Justizministerium, wirft jetzt das Handtuch.
Wie zuerst die "Washington Post" berichtete, wird die Spitzenbeamtin aus dem US-Justizministerium in Kürze ihren Posten räumen. Dhillon spielte unter anderem eine führende Rolle bei den Maßnahmen der Regierung gegen Eliteuniversitäten.
Dhillon wäre eine der ersten ranghohen Vertreterinnen aus der Trump-Regierung, die ihren Hut nimmt, nachdem die Republikaner bei den Wahlen am Dienstag ihre Mehrheiten im Kongress verloren hatten. Viele Beobachter geben Trump die Schuld am schwachen Abschneiden der Partei. Sie machen ihn verantwortlich für die hohen Lebenshaltungskosten infolge des Iran-Kriegs. Aber auch das harte Vorgehen gegen Einwanderer stieß auf Ablehnung.
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Wichtige "Aufräumerin" für Donald Trump
Dhillon gilt als wichtige Mitstreiterin des Präsidenten. Sie leitete die Abteilung für Bürgerrechte im Justizministerium und krempelte den Bereich im Sinne Trumps um. Sie sorgte dafür, dass der Fokus nicht mehr auf die Bekämpfung von Diskriminierung ethnischer Minderheiten und die Untersuchung umstrittener Polizeipraktiken gelegt wurde, sondern auf Themen, die für Trump Priorität hatten.
Dazu zählt etwa der Kampf gegen Antisemitismus an Universitäten im Zuge propalästinensischer Demonstrationen nach Ausbruch des Gazakriegs. Die US-Regierung nahm dies zum Anlass, gegen Hochschulen vorzugehen, die sich oft mit Vorwürfen aus dem rechten Lager konfrontiert sehen, sie seien Brutstätten linksradikaler Umtriebe.
Wie geht es jetzt weiter? Im Trump-Lager wächst offensichtlich der Unmut mit dem Präsidenten, bereits Vizepräsident J.D. Vance war mit offener Kritik vorgeprescht.