147 weitere Opfer

EU-Parlament: Lena Schilling Opfer von intimen KI-Deepfakes

© APA/ROLAND SCHLAGER
Ab 2. Dezember gilt ein Verbot von KI-Anwendungen, mit denen Nutzer sexualisierte Bilder von Menschen ohne deren Zustimmung erstellen können.
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Die Grünen im EU-Parlament forderten am Montag eine konsequente Durchsetzung dieses Nudifier-Verbots angesichts einer Studie der Agora Digitale Transformation, die zeigt, dass 147 Abgeordnete auf entsprechenden Deepfake-Webseiten identifiziert wurden, darunter 138 Frauen. Auch die Grüne EU-Abgeordnete Lena Schilling ist betroffen.

Terry Reintke, Grünen/EFA-Vorsitzende im Europäischen Parlament: "Die Ergebnisse der Studie sind erschütternd und ein weiteres Alarmzeichen, dass wir dringend wirksame Schutzmaßnahmen vor digitaler Gewalt brauchen." Die Mitgliedstaaten müssten das EU-weite Verbot von sogenannten Entkleidungs-Apps konsequent umsetzen. Digitale Gewalt dürfe kein Geschäftsmodell sein, Tech-Unternehmen müssten Nacktbilder und Videos sehr viel einfacher und schneller von ihren Plattformen nehmen.

Schilling, eine von 138 betroffenen weiblichen Abgeordneten: "Man hat uns gegen unseren Willen ausgezogen. KI verstärkt Gewalt gegen Frauen, und deshalb braucht es politische Entscheidungen, die uns schützen. Das kann nicht die neue Normalität werden." Ihre eigene Betroffenheit mache sie wütend - "für mich, aber auch für jede junge Frau, die sich fragt, ob sie überhaupt in die Politik gehen will".