Die Europäische Union will mit diesem Schritt Waldschäden sowie eine Vermischung mit dem heimischen Rotwild verhindern.
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Da österreichweit 250 Betriebe von dem Verbot betroffen sind, setzt sich Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) bei der EU-Kommission intensiv für eine Ausnahmeregelung ein. Betroffene Betriebe sind aufgerufen, sich bis zum 10. August zu melden.
Drastische Folgen für Halter
Auch die Mostviertler Landwirtin Anja Bierbaumer hofft auf eine solche Genehmigung für ihr ausbruchssicheres Gehege. Für ihren Biohof hätte das Verbot drastische Folgen: "Das würde für uns bedeuten, dass wir heuer schon unsere Sikahirsche rausschießen müssen – vor der Brunft – damit es keine Nachzucht mehr gibt. Zudem müssen wir in weiterer Folge bis Ende nächsten Jahres generell alle Sika keulen." Ein derartiger Schritt wäre für die Betriebe wirtschaftlich sowie emotional enorm belastend. "Wir wären furchtbar traurig, wenn wir alle unsere Tiere keulen müssten", so Bierbaumer. Sie bevorzugt die Sikatiere gegenüber dem schreckhafteren Damwild und betont: "Das Sikawild ist, auch von der Fleischqualität her, 1a. Es gibt nichts Besseres als Sikafleisch, auch die Haltung ist einfacher." Ob Österreich die erhoffte Ausnahme für seine Tierhalter erhält, ist derzeit allerdings noch völlig ungewiss.