Extreme Hitze

Funkenflug von Zug: Mehrere Kilometer Bahndamm in Brand

Feuerwehrleute löschen einen Böschungsbrand an Bahngleisen bei starker Rauchentwicklung.
© APA/FF WINDIGSTEIG
Entlang der Franz-Josefs-Bahn ist am Donnerstag der Bahndamm auf mehreren Kilometern Länge im Waldviertel in Brand geraten. 23 Feuerwehren mit rund 190 Helfern rückten zu Löscheinsätzen in den Bezirken Waidhofen an der Thaya und Zwettl aus.
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NÖ. Extreme Hitze und Wind verschärften die Lage zusätzlich. Brandauslöser war Funkenflug durch die Bremse eines Zuges, so ÖBB-Sprecher Christopher Seif auf Anfrage. Ein Brand in einem Umspannwerk verursachte indes einen größeren Stromausfall.

Brände entstanden am Vormittag an mehreren Stellen entlang der Bahnstrecke in den Gemeinden Schwarzenau (Bezirk Zwettl) und Windigsteig (Bezirk Waidhofen an der Thaya). Eine weitere Ausbreitung konnte verhindert werden. Mit einem massiven Angriff konnten die rund 80 Helfer die Brände binnen kurzer Zeit unter Kontrolle bringen und löschen, berichtete das Bezirkskommando Waidhofen an der Thaya in einer Aussendung.

Brand breitete sich rasch auf Feld und Stroh aus

Kurz nach Mittag wurden die Helfer zu einem weiteren Bahndamm-Brand in Blumau an der Wild in der Gemeinde Ludweis-Aigen (Bezirk Waidhofen an der Thaya) alarmiert. "Angetrieben durch Wind griffen die Flammen innerhalb kürzester Zeit von der Böschung auf ein unmittelbar angrenzendes, erst kürzlich abgeerntetes Feld über", teilte die Feuerwehr mit. Auch Stroh geriet in Brand, wodurch sich die betroffene Fläche rasant vergrößerte.

Elf Feuerwehren mit 110 Mitgliedern rückten aus. Unterstützt wurden sie durch Landwirte, die mit Vakuumfässern Wasser zur Einsatzstelle transportierten und mithilfe von Grubbern Brandschneisen zogen, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Die Flammen konnten eingedämmt werden. Die Helfer standen am Nachmittag weiterhin im Einsatz, um die betroffenen Bereiche zu beobachten und mögliche Glutnester rechtzeitig abzulöschen.

Die Bahnstrecke war zwischen Gmünd und Sigmundsherberg (Bezirk Horn) gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Kurz vor 14.30 Uhr wurde der Betrieb laut Seif wieder aufgenommen, abschließende Löscharbeiten fanden neben den Gleisen statt.

Vorübergehend 28.000 Haushalte ohne Strom

Feuerwehrauto löscht einen Feldbrand bei starkem Rauch und Hitze entlang eines Bahndamms.
© APA/FF LUDWEIS

Im Waldviertel kam es am Donnerstagnachmittag außerdem zu einem größeren Stromausfall. Ursache war ein technisches Gebrechen: Ein Isolator im Bereich der 110 kV-Schaltanlage im Umspannwerk Waidhofen an der Thaya barst. Heiße, herabfallende Teile verursachten einen Flurbrand. Daraufhin fiel auch das Umspannwerk Japons (Bezirk Horn) aus. 28.000 Kunden waren betroffen, der Großteil davon war nach 15 Minuten wieder versorgt, teilte Michael Kovarik, Sprecher von Netz NÖ, auf Anfrage mit.

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