Es ist das Ende einer Ära: Nach Jahren voller Diskussionen, Memes, ikonischer Looks und emotionaler Ausnahmezustände steht nun fest, dass "Euphoria" offiziell mit Staffel 3 endet.
Kurz nach der Ausstrahlung des schockierenden Staffelfinales bestätigten Serienschöpfer Sam Levinson und HBO, dass die Erfolgsserie nicht für eine vierte Staffel zurückkehren wird. Die Folge vom Sonntagabend markiert damit tatsächlich das Ende der Geschichte.
Und dieses Ende hat es in sich. Achtung, es folgen Spoiler!
Das tragische Schicksal von Rue
Im Mittelpunkt des Finales steht erneut Rue, die seit Beginn der Serie mit ihrer Suchterkrankung kämpft.
Im Finale stirbt die von Zendaya gespielte Hauptfigur an einer versehentlichen Überdosis. Sie nimmt Percocet-Tabletten ein, die mit Fentanyl versetzt wurden - ein tragischer Moment, der für viele Fans nur schwer zu verkraften war.
Während ihrer Überdosis erlebt Rue eine traumähnliche Sequenz, die gleichzeitig zu den emotionalsten Szenen der gesamten Serie zählt.
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Der bewegendste Moment des Finales
Besonders berührend wird das Finale durch einen Auftritt von Fezco. In der Traumsequenz begegnet Rue noch einmal ihrem engen Freund. Dafür wurde bisher unveröffentlichtes Filmmaterial mit Angus Cloud verwendet, der 2023 im Alter von nur 25 Jahren selbst an einer versehentlichen Überdosis verstorben war.
Für viele Fans war diese Szene weit mehr als nur ein Serienmoment. Sie wirkte wie ein stiller Abschied von einem der beliebtesten Darsteller der Serie.
Warum Sam Levinson Rue sterben ließ
Die Entscheidung sorgte online sofort für Diskussionen. Doch für Sam Levinson war das Ende bewusst gewählt.
Der Serienschöpfer erklärte nach der Ausstrahlung, dass sich Rues Tod für ihn wie ein ehrlicher Abschluss ihrer Geschichte angefühlt habe. Sein Ziel sei es gewesen, eine möglichst authentische Geschichte über Sucht, Verlust und Trauer zu erzählen.
Gerade weil die Serie über Jahre hinweg gezeigt hat, wie schwer Rues Kampf gegen ihre Abhängigkeit war, wollte Levinson offenbar kein klassisches Hollywood-Happy-End inszenieren. Seiner Ansicht nach wäre ein anderes Ende weniger ehrlich gewesen.
Das Ende einer Kultserie
Seit ihrem Start entwickelte sich "Euphoria" zu einem echten Popkultur-Phänomen.
Die Serie beeinflusste Modetrends, Make-up-Looks und Social Media gleichermaßen. Gleichzeitig sorgte sie mit ihren schonungslosen Darstellungen von Sucht, psychischen Erkrankungen, Liebe und Verlust immer wieder für Diskussionen.
Dass die Geschichte nun endet, dürfte viele Fans überraschen. Gerade in Zeiten, in denen erfolgreiche Serien oft über viele weitere Staffeln verlängert werden, wirkt die Entscheidung ungewöhnlich.
Die letzte Staffel spaltete das Netz
Ganz so überraschend kam das Serienende für manche Fans allerdings nicht. Denn die dritte Staffel wurde deutlich kritischer aufgenommen als ihre Vorgänger.
Während die ersten beiden Staffeln Kultstatus erreichten, zeigten sich viele Zuschauer:innen und Filmkritiker:innen von den neuen Folgen enttäuscht. Auf Reddit, TikTok und anderen Plattformen wurde immer wieder kritisiert, dass sich die Serie kaum noch wie das ursprüngliche "Euphoria" angefühlt habe.
Besonders kontrovers diskutiert wurden einige Storylines rund um die weiblichen Figuren. Viele Fans empfanden es als unrealistisch, dass ein großer Teil der weiblichen Charaktere in irgendeiner Form mit Sexarbeit in Verbindung gebracht wurde, sei es über Plattformen wie OnlyFans oder andere Handlungsstränge. Für viele wirkte die Serie dadurch zunehmend überzeichnet und verlor den Bezug zu den Figuren, die sie ursprünglich ins Herz geschlossen hatten.
Drama um den Soundtrack
Auch musikalisch gab es Kritik. Die ersten Staffeln wurden stark vom atmosphärischen Soundtrack des britischen Musikers Labrinth geprägt, dessen Songs für viele untrennbar mit der Identität von "Euphoria" verbunden sind. In Staffel 3 war Labrinth jedoch nicht mehr an Bord. Stattdessen übernahm Hans Zimmer die musikalische Gestaltung.
Obwohl Zimmer als einer der erfolgreichsten Filmkomponisten der Welt gilt, waren viele Fans mit dem Wechsel unzufrieden. Immer wieder wurde bemängelt, dass der neue Soundtrack die triste, melancholische und teilweise surreale Stimmung der Serie nicht mehr einfangen konnte. Für viele fühlte sich "Euphoria" dadurch schlicht nicht mehr wie "Euphoria" an.
Das Ende einer Ära
Mit dem Tod von Rue setzt "Euphoria" auf ein Ende, das bewusst schmerzhaft ausfällt. Statt Hoffnung und Happy End wählt die Serie einen Abschluss, der die Konsequenzen von Sucht in den Mittelpunkt stellt.
Auch wenn die dritte Staffel die Fangemeinde gespalten hat, bleibt "Euphoria" eine der prägendsten Serien der vergangenen Jahre.