Schlimmer Verdacht

Ex-US-General: Putin hat Trump gekauft

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Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat sich der ehemalige US-General Ben Hodges zur Beziehung zwischen Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geäußert.
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In der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" stellte der frühere Oberkommandierende der US-Armee in Europa eine brisante Vermutung in den Raum: Trump könnte von Putin unter Druck gesetzt oder sogar gekauft worden sein.

"Das ist ganz klar, dass Trump irgendwie von Wladimir Putin unter Druck gesetzt wird. Ich glaube, er ist gekauft worden!", sagte Hodges in der Diskussionsrunde. Beweise für seine Vermutung legte der pensionierte General allerdings nicht vor.

Hodges kritisiert Trump scharf

Besonders kritisch sieht Hodges die politischen Konsequenzen. Sollte Trump tatsächlich von Putin abhängig sein, müsse sich der US-Präsident irgendwann entscheiden, wie er damit umgeht. "Der Präsident kann jetzt entweder gestehen und sagen: ‚Okay, ich gehöre zu Putin, oder er zieht das so lange wie möglich hinaus und hofft, dass der nächste, der auf ihn folgt, ihn vor strafrechtlicher Verfolgung schützen wird."

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Für Hodges ist die Situation auch mit Blick auf das Ansehen der USA beschämend. "Für mich als Amerikaner kann ich nur sagen: Wir hatten noch nie einen perfekten Präsidenten, aber es ist so peinlich, einen Präsidenten zu haben, der nicht nur selbst korrupt ist, sondern auch anderen die Möglichkeit gibt, korrupt zu sein."

Kongress könnte Untersuchungen einleiten

In der Sendung ging es auch um die politischen Folgen der Wahlniederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen. Der Machtverlust könnte die Kontrolle über die Regierung erschweren und den politischen Gegnern neue Möglichkeiten eröffnen, Untersuchungen einzuleiten. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Verfehlungen des Präsidenten und seines Umfelds.

ZDF-Amerikakorrespondent Elmar Theveßen verwies in diesem Zusammenhang auf die Begnadigungen durch Joe Biden. Dieser hatte kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt seinen Sohn Hunter Biden präventiv begnadigt. Theveßen sieht darin eine Parallele zu Trumps Umgang mit seinem eigenen Umfeld: "Genau dasselbe hat Donald Trump jetzt eben seinem Umfeld, seiner Familie versprochen."

Sollten die angekündigten Untersuchungen im Kongress tatsächlich stattfinden, könnten daraus laut Theveßen auch strafrechtliche Verfahren entstehen. Eine mögliche strafrechtliche Verfolgung nach dem Ende seiner Amtszeit dürfte damit ebenfalls zum politischen Thema werden.

Politologe sieht "Peak Trump" erreicht

Weniger pessimistisch blickte Politikwissenschaftler Frank Sauer auf die weitere Entwicklung. Er sieht in der Wahlniederlage ein mögliches Zeichen dafür, dass die politische Macht Trumps Grenzen erreicht. "Inkompetenz und Korruption sind ja, wie man erkennen kann, zwei wichtige Faktoren, über die Autokraten oder Möchtegern-Autokraten stolpern können", erklärte Sauer.

Weiter meinte er: "Systeme, die noch die Reinigungskraft aufbringen, solche Leute wieder loszuwerden, tun das dann ganz offensichtlich auch. Ich glaube, wir haben Peak Trump hinter uns. So ein bisschen Sektlaune ist gerechtfertigt."

Die Aussagen bei "Maybrit Illner" zeigen, wie stark die innenpolitischen Spannungen in den USA nach der Wahlniederlage der Republikaner sind. Während Hodges vor einem möglichen Einfluss Putins auf das Weiße Haus warnt, sieht Sauer erste Anzeichen dafür, dass Trumps Machtstellung ins Wanken geraten könnte.

Trump kündigt Deal an

US-Präsident Donald Trump hat sich nach eigenen Angaben mit Kremlunterhändler Kirill Dmitrijew in Washington getroffen. Das sagte er auf eine entsprechende Frage einer Reporterin im Weißen Haus. Details zu den Gesprächsinhalten nannte er nicht, legte aber nahe, dass es ein Abkommen zum Ukraine-Krieg geben werde. "Es wird ein großes Abkommen sein", betonte er. "Es wird mehr als nur die Ukraine betreffen, und ich könnte sogar sagen, dass es ganz Europa betreffen könnte."

Alle würden begeistert sein, behauptete er. Mit Vertretern der Ukraine, die ebenfalls nach Washington gereist waren, traf sich Trump nach eigenen Angaben nicht.