Atomwaffen-Drohung

Experte warnt vor Putin-Knall: „Russen fahren die Krallen aus"

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Russland droht der NATO offen mit Atomwaffen.
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Ein russisches Schreiben an die NATO, das im Fall einer Blockade Kaliningrads mit dem Einsatz von Atomwaffen droht, sorgt weiterhin für Aufregung. In dem Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, wirft Moskau dem westlichen Militärbündnis einen "gefährlichen und unverantwortlichen Kurs" vor.

Dieser berge die Gefahr eines direkten bewaffneten Konflikts. Sollte die NATO in irgendeiner Weise versuchen, die Region Kaliningrad zu isolieren, sei Russland bereit, sein gesamtes Arsenal zur Verteidigung einzusetzen. Dies schließe die Möglichkeit russischer Angriffe auf Entscheidungszentren in den NATO-Mitgliedstaaten gleich von Beginn eines Konflikts an ein. Damit wolle man "Hitzköpfe in Europa" an die grundsätzliche Haltung Russlands in dieser Angelegenheit erinnern, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow am Mittwoch.

Die russische Exklave Kaliningrad © Getty Images

Für den Fall einer Bedrohung von Kaliningrad droht Putin mit dem Einsatz des gesamten militärischen Arsenals. Militärmanöver und die Festsetzung russischer Schiffe stellten eine Eskalation dar. Sollte eine Bedrohung für Kaliningrad entstehen, werde Russland den Einsatz aller Waffen in seinem Arsenal in Erwägung ziehen. Aktuell plane Russland allerdings keine Angriffe auf westliche Waffenlieferanten, die Rüstungsgüter für die Ukraine produzieren.

Für Russland-Experten Joachim Weber wird die Stimmung immer düsterer. "Die Russen sind hochgradig nervös wegen Kaliningrad", so der Experte der Uni Bonn im Interview mit n-tv. Gleichzeitig wachse die Wut auf den Westen.

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Weber nimmt die Drohungen Moskaus deshalb auch sehr ernst und warnt vor einer neuen Konfrontation mit dem Westen. "Die Russen fahren die Krallen aus", so der Experte.