Freund als Komplize

Feuer in Gymnasium: Mädchen (16) zündete eigene Schule an

© FF Hallein
Im Mai wurde am Gymnasium Hallein eine der größten Schulbibliotheken Salzburgs ein Raub der Flammen. Der Schaden beträgt bis zu 300.000 Euro.
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Sbg.  Am frühen Morgen des 11. Mai wurde am Gymnasium Hallein eine der größten Schulbibliotheken Salzburgs ein Raub der Flammen, der Schaden war immens, rasch gab es Hinweise, dass das Feuer durch einen Brandbeschleuniger verursacht wurde. Ein halbes Jahr später, mitten in den Sommerferien, wurde nun bekannt gegeben, dass zwei Tatverdächtige ausgeforscht werden konnten: eine 16-jährige Schülerin des Gymnasiums, die von ihrem Recht der Aussageverweigerung Gebrauch macht und somit ihr Motiv vorerst hinterm Berg hält, sowie ein 17-jähriger Beitragstäter, der nicht diese Schule besuchte, aber grundsätzlich geständig ist.

Das Feuer war an einem Montag kurz nach 3.00 Uhr früh ausgebrochen. Es gab mehrere Brandstellen. Die in einer Dienstwohnung in der Schule wohnende Hausmeisterin hatte mehrere kleine Explosionen gehört und die Feuerwehr alarmiert. Ein Übergreifen des Feuers auf andere Räume konnte dank funktionierender Brandschutztüren und dem Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert werden. Die Bibliothek wurde bei dem Brand allerdings schwer beschädigt, hunderte Bücher zerstört.

Nach Untersuchungen von Brandermittlern und Sachverständigen mit Unterstützung eines Spürhundes erhärtete sich schnell der Verdacht, dass das Feuer gelegt wurde. An der Schule selbst gab es für zehn Tage keinen Präsenzunterricht, die schriftliche Zentralmatura fand aber planmäßig in dem Gebäude statt. Nachdem Laboruntersuchungen ergaben, dass die Schulräume wieder ohne Bedenken betreten werden können, wurde das Gymnasium wieder freigegeben.