Heizkostenfalle
Finger weg von diesen Energiespartipps: Diese 4 Heizfehler kosten dich Geld
Heizung abdrehen, sobald man das Haus verlässt? Wer bei den Energiekosten sparen will, greift oft zu vermeintlich cleveren Tricks, doch längst nicht alle halten, was sie versprechen. Manche Sparmaßnahmen bringen kaum etwas, andere können sogar gefährlich werden. Welche Energiespartipps du schnell vergessen solltest und wie du deine Geldbörse wirklich schonst, verraten wir hier.
Fehler: Die Heizung komplett ausschalten, wenn man das Haus verlässt
Viele glauben: "Wenn ich bei der Arbeit bin oder nachts schlafe, brauche ich keine Heizung. Also drehe ich sie komplett ab." Klingt im ersten Moment logisch, ist aber eine Kostenfalle.
Sinkt die Temperatur in der Wohnung unter 16 Grad, kühlen nicht nur die Raumluft, sondern auch Wände und Möbel deutlich ab. Abends muss die Heizung dann auf Hochtouren laufen, um diese Baumassen wieder aufzuwärmen. Das frisst im Endeffekt oft mehr Energie, als man tagsüber durch das Ausschalten gespart hat. Außerdem riskant: An ausgekühlten Wänden schlägt sich die Luftfeuchtigkeit sofort als Kondenswasser nieder, die Schimmelgefahr steigt drastisch. Besser: Bei Abwesenheit die Temperatur nur moderat um ein paar Grad auf etwa 16 bis 18 Grad absenken.
Fehler: Der "Teelichtofen" als günstige Mini-Heizung
Ein umgedrehter Tontopf, ein paar Teelichter darunter, fertig ist die selbstgebaute Heizung. Auf TikTok und Co. wird dieser DIY-Trend seit längerem als genialer Spar-Tipp gefeiert. Doch Experten schlagen bei diesem Anblick Alarm.
Erstens ist die Heizleistung geradezu lächerlich: Fünf Teelichter erzeugen gerade einmal rund 200 Watt. Um ein normales, 15 Quadratmeter großes Zimmer auf 20 Grad aufzuheizen, bräuchtest du aber etwa 1.500 Watt.
Zweitens herrscht akute Lebensgefahr. Staut sich die Hitze unter dem Topf, kann das Wachs Feuer fangen. Wenn man dann in Panik versucht, den Wachsbrand mit Wasser zu löschen, entsteht eine Stichflamme, die schnell zu einem Wohnungsbrand führen kann. Ganz nebenbei verschlechtert der Ruß die Raumluft. Unser Tipp: Finger weg von diesem Experiment.
Fehler: Das Thermostat auf 5 stellen, damit es schneller warm wird
Wir kennen es alle: Man kommt völlig durchgefroren nach Hause und dreht das Heizungsthermostat als Erstes auf Anschlag. Man denkt: Viel hilft viel, so wird die Bude schneller warm.
Ein Thermostat funktioniert allerdings nicht wie das Gaspedal im Auto, sondern eher wie ein Tempomat. Die Zahlen geben lediglich die gewünschte Zieltemperatur an. Stufe 3 entspricht in der Regel angenehmen 20 Grad, Stufe 5 hingegen 28 Grad. Die Heizung arbeitet auf Stufe 3 genauso schnell und stark wie auf Stufe 5. Wer voll aufdreht, heizt nicht schneller, sondern heizt den Raum am Ende einfach nur viel zu stark auf und verschwendet damit massiv Energie und Geld.
Fehler: Das Fenster dauerhaft kippen
Wer das Fenster den ganzen Tag gekippt lässt, treibt die Heizkosten unnötig in die Höhe. Ein echter Luftaustausch findet so kaum statt, stattdessen entweicht kontinuierlich die teuer bezahlte Heizwärme nach draußen. Noch schlimmer: Das Mauerwerk rund um das Fenster kühlt ab, was abermals die Schimmelbildung begünstigt. Die einzig wahre Methode: Stoßlüften. Mehrmals am Tag die Fenster für 5 bis 10 Minuten komplett öffnen (am besten mit Durchzug). Währenddessen unbedingt die Heizungsventile zudrehen. So ist die feuchte, verbrauchte Luft ruckzuck draußen, das Zimmer kühlt nicht aus und du sparst bares Geld.