Schock-Studie

Forscher warnen vor unserer täglichen Butter-Dosis

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Butter gehört in Österreich auf jeden Frühstückstisch. Eine Harvard-Studie rät jedoch davon ab.
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Über 30 Jahre lang nahmen Wissenschaftler die Essgewohnheiten von mehr als 221.000 gesunden Erwachsenen unter die Lupe. Die Daten stammen aus drei großen Langzeituntersuchungen, darunter die Nurses' Health Study (I und II) sowie die Health Professionals Follow-up Study. Die Teilnehmenden, die zu Beginn völlig frei von Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren, füllten alle vier Jahre einen Fragebogen zu ihrer Ernährung aus.

Tägliche Butter-Dosis erhöht das Risiko

Die Auswertung brachte ein klares Ergebnis: Wer jeden Tag zweieinhalb bis drei Teelöffel von dem tierischen Streichfett isst, hat ein um 15 Prozent höheres Risiko, vorzeitig zu sterben. Im direkten Vergleich schnitten jene viel besser ab, die primär Pflanzenöl für Salate oder zum Braten nutzen. Bei der Gruppe mit dem höchsten Öl-Konsum sank das Sterberisiko um 16 Prozent. Laut Studienautor Daniel Wang bringt es schon langfristige Gesundheitsvorteile, wenn man im Alltag einfach etwas weniger Butter verwendet.

Gute Fette statt schlechtes Cholesterin

Der Grund für diesen positiven Effekt liegt in den Inhaltsstoffen. Die gesättigten Fettsäuren treiben das "schlechte" LDL-Cholesterin nach oben, was wiederum Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle begünstigt. Pflanzliche Öle stecken dagegen voller ungesättigter Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und das Herzkreislaufsystem fördern. Besonders empfehlenswert sind Oliven-, Raps- und Sojaöl, weil sie wertvolle Omega-3- sowie Omega-6-Fettsäuren liefern.

Ernährungsstudien haben auch gewisse Schwächen

Wie bei vielen Ernährungsanalysen gibt es jedoch Unsicherheiten. Da die Daten auf Erinnerungen in den Fragebögen beruhen, sind Fehler möglich. Zudem könnten Menschen mit hohem Butterkonsum generell ungesünder leben. Wer häufiger zu Öl greift, kocht oft auch mit frischen Zutaten. Auch das Einkommen spielt eine Rolle dabei, ob man sich gesündere Lebensmittel leisten kann, was die Ergebnisse ebenfalls beeinflussen dürfte.