Die 78. Frankfurter Buchmesse findet in diesem Jahr früher statt als sonst. Nach der Eröffnungsfeier am Dienstagabend, 7.10., gehören die ersten beiden Tage dem Fachpublikum, bevor ab Freitag das allgemeine Publikum Zutritt hat. Die Veranstalter erwarten über 200.000 Besucherinnen und Besucher, während die Zahl der Aussteller mit rund 4.350 aus mehr als 100 Ländern stabil auf dem Niveau der Vorjahre liegt. Durch den frühen Termin fällt die Bekanntgabe des Literaturnobelpreises am 8. Oktober direkt in die Messewoche.
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Prominente Gäste und Gastland Tschechien
Unter dem Motto "Ein Land an der Küste" präsentiert sich Tschechien als diesjähriges Gastland mit 75 Autorinnen und Autoren sowie 150 deutschsprachigen Neuerscheinungen im Ehrengast-Pavillon. Zu den prominenten Gästen der Messe zählen der Musiker Wolf Biermann, Aktivistin Gisèle Pelicot, US-Starautor Colson Whitehead sowie bekannte deutsche Stimmen wie Charlotte Link und Sebastian Fitzek. Auch aus Österreich reisen zahlreiche Vertreter an: Rund 40 österreichische Verlage sind mit eigenen Ständen vertreten, und am Gemeinschaftsstand der IG Autorinnen Autoren werden rund 600 Titel ausgestellt.
Neues Geländekonzept und Branchenkrise
Wegen Mängeln an Halle 6 wurde das Messegelände neu geordnet, um kürzere Wege und eine bessere Orientierung zu bieten. Alle Publikumsverlage sind nun im Erdgeschoss zu finden, während neue Erlebniswelten wie Podcast-Studios oder Krimi-Bereiche das Programm erweitern. Überschattet wird die Messe von wirtschaftlichen Sorgen der Branche, da sowohl in Deutschland als auch in Österreich die Umsätze und Käuferzahlen zuletzt gesunken sind. Für Buchmessen-Direktor Juergen Boos ist es nach 21 Jahren die letzte Ausgabe vor seinem Ruhestand.
Drei bedeutende Literaturpreise
Rund um die Messe werden drei wichtige Auszeichnungen vergeben. Bereits am 5. Oktober wird der Deutsche Buchpreis verliehen, bei dem der Österreicher Elias Hirschl mit seinem Roman "Schleifen" im Finale steht. Am 8. Oktober folgt die Verkündung des Literaturnobelpreises, für den die chinesische Lyrikerin Can Xue als Favoritin gehandelt wird. Den Abschluss bildet am 11. Oktober die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den Menschenrechtsanwalt Philippe Sands in der Paulskirche.