Komplett abgebrannt

Frankreich: Flammenwalze überrollt Luxusregion!

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Ein gewaltiger Waldbrand wütet in Südwestfrankreich. Mittlerweile wurden Hunderte Gebäude zerstört und mehr als 260.000 Menschen mussten ihre Wohnorte verlassen.
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Auf den Straßen zwischen Cap Ferret und Bordeaux bietet sich nach dem Durchzug der Flammen ein schreckliches Bild. Wo vor kurzem noch grüne Wälder standen und Familien ihren Urlaub genossen, erstrecken sich jetzt nur noch schwarze Brandflächen, verbrannte Fahrzeuge und völlig zerstörte Bauwerke. Die Flammen haben seit Mitte Juli eine Fläche verbrannt, die um das Vierfache größer als Paris ist. Mehr als 260.000 Personen wurden bisher evakuiert, während über 240 Gebäude den Flammen zum Opfer fielen. Auch für Urlauber aus Österreich, die gerne Reisen an die französische Atlantikküste unternehmen, verdeutlicht die Katastrophe die dramatische Lage vor Ort. Entlang der Schnellstraße D106 zeigt sich das Ausmaß besonders deutlich: Viele Anwesen wurden bis auf die Grundmauern vernichtet, oft ragen nur noch Kamine aus den Trümmern hervor.

Gewaltige Schäden an Häusern und Natur

In der Ortschaft Blagon stürzte eine komplette Villa unter der extremen Hitzeeinwirkung in sich zusammen. Im Außenbereich liegen heute nur noch Mauerreste, verbranntes Metall sowie ein völlig ruiniertes Fahrzeug. Im Haus selbst zeugen lediglich Reste von Möbeln und Heizkörpern von den ehemaligen Bewohnern, wie die "Daily Mail" berichtet. Von der Katastrophe ist ebenso die Tierwelt betroffen. In der Gironde wurden verbrannte Rehe gesichtet, wobei ein Tier noch bis an den Strand flüchten konnte und dort entkräftet verendete.

Flammen verhalten sich unberechenbar

Die betroffene Küstenregion gilt eigentlich als eines der exklusivsten Feriengebiete des Landes, in dem viele wohlhabende Familien ihre Sommerhäuser besitzen. Nun hat sich die beliebte Gegend in ein Notstandsgebiet verwandelt. Der französische Innenminister Laurent Nuñez (62) bezeichnete das Geschehen als "beispiellos", da das Feuer extrem unberechenbar agiere. Insgesamt wurden bereits rund 40.000 Hektar Land von den Flammen erfasst.

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Schwieriger Einsatz für die Feuerwehr

Die Flammenfront bewegt sich unterdessen immer weiter auf Bordeaux zu. Die örtlichen Feuerwehrleute arbeiten pausenlos gegen die Brände an und bekommen Unterstützung von Winzern, Landwirten sowie freiwilligen Helfern. Diese nutzen Traktoren, um Schneisen zu ziehen, oder bekämpfen kleinere Brände mit Wassertanks auf ihren Fahrzeugen. Aus der Luft werfen Spezialflugzeuge fortlaufend Löschmittel über den ausgetrockneten Wäldern ab. Bei einem Besuch vor Ort unterstrich Präsident Emmanuel Macron (48) den Ernst der Lage und stimmte auf schwierige Wochen ein. Den Betroffenen bleibt angesichts der enormen Zerstörung vorerst nur die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Katastrophe.