Großeinsatz in Wien
Explosionsgefahr: Einbrecher ließen Gas ausströmen
Unbekannte Täter dürften bei einem Einbruch Teile der Gasinstallation entfernt und dadurch über längere Zeit große Mengen Erdgas freigesetzt haben. Es bestand erhebliche Explosionsgefahr.
Die Wiener Polizei wurde von der Berufsfeuerwehr über den Einsatz informiert. Nach ersten Ermittlungen drangen bislang unbekannte Täter in das leer stehende Gebäude ein und machten sich dort offenbar an Kabeln und Teilen der Gasversorgung zu schaffen. Unter anderem wurde eine Gastherme demontiert.
Das Problem: Die entfernten Anlagen waren weiterhin an die Gasversorgung angeschlossen. Dadurch konnte Erdgas über einen längeren Zeitraum ungehindert austreten und sich im Gebäude sammeln. Eine einzige Zündquelle hätte unter Umständen eine schwere Explosion auslösen können.
Großeinsatz
Die Berufsfeuerwehr Wien und die Wiener Netze rückten an und führten umfangreiche Sicherungs- und Lüftungsmaßnahmen durch. Um die Gefahr zu reduzieren, mussten zudem angrenzende Bereiche vorübergehend vom Stromnetz genommen werden.
Am Tatort sicherten die Einsatzkräfte zahlreiche Spuren. Die Ermittlungen laufen nun auf Hochtouren. Die Brandermittler des Landeskriminalamtes Wien ermitteln wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung und des Einbruchsdiebstahls. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.