Evaluierung
Generationenwechsel in den Spitälern darf daher nicht verschlafen werden
Seit Jahren finden in Österreich Evaluierungen von Ärzten in Ausbildung statt, die u.a. von der renommierten Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) durchgeführt werden. In Oberösterreich wurden 2026 1.463 werdende Ärzte zur Teilnahme eingeladen. Die Rücklaufquote lag in diesem Jahr bei 59 Prozent. Im Bereich Evidence-based Medicine zählt Oberösterreich bundesweit zu den bestbewerteten Bundesländern und erreicht den zweiten Platz. Auch in der Globalbeurteilung sowie bei den Fachkompetenzen gehört das Bundesland zu den Spitzenreitern. Von insgesamt 263 Ausbildungsstätten in Oberösterreich erhielten fünf die Höchstnote 6.
Größe der Ausbildungsstätte entscheidend
"Kleine Einheiten mit intensiverer Betreuung werden im Großen und Ganzen besser bewertet als größere. So erzielen Ausbildungsstätten mit ein bis drei Ärztinnen und Ärzten in Ausbildung bessere Bewertungen als Standorte mit vier bis zehn oder mehr Personen in Ausbildung", heißt es aus der Ärztekammer.
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Zwei Monate Wartezeit
Die Ärztekammer für Oberösterreich hat erst kürzlich die Wartezeit von Medizinabsolventen auf einen Ausbildungsplatz in der Basisausbildung in Oberösterreich analysiert. Dabei zeigt sich, dass Ärzte mit Promotion in Österreich, die zwischen Anfang 2025 und Mitte 2026 ihre Basisausbildung in Oberösterreich begonnen haben, im Median zwei Monate auf einen Ausbildungsplatz warteten. "Auf diesem Ergebnis wollen wir weiter aufbauen und jungen Kolleginnen und Kollegen einen möglichst raschen Einstieg in ihre Ausbildung ermöglichen“, sagt Dr. Cornelia Anleitner, Turnusärztevertreterin in der Ärztekammer für Oberösterreich.
"Der aktuelle Generationenwechsel in den Spitälern darf nicht verschlafen werden, denn er entscheidet maßgeblich darüber, ob auch künftig genügend gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung stehen“, sagt Kurienobmann DDr. Sebastian Graf.