Das steckt dahinter

Genialer Trick: Leere Eierkartons vertreiben Wespen

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Immer öfter baumeln leere Eierkartons oder Papiersackerl in Bäumen und an Balkonen. Die Bastelattrappen sollen Wespen fernhalten, doch Experten sehen das ganz anders.
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Der Gedanke hinter dem Basteltrick klingt im ersten Moment durchdacht: Ein aufgehängter Eierkarton oder eine knitterige Papiertüte soll anfliegenden Wespen ein bereits bestehendes Nest vortäuschen. Da die Tiere direkte Nachbarschaft zu anderen Völkern meiden, erhoffen sich viele Gartenbesitzer dadurch Ruhe vor den Insekten.

Welches Nest Wespen wirklich suchen

Die Rechnung geht jedoch nicht auf. Die beiden Arten, die Menschen im Sommer besonders nerven – die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe – bauen ihre Nester verdeckt. Wie Sonja Dölfel vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) gegenüber Bayern 1 erklärt, nisten diese Arten in Erdlöchern oder Baumhöhlen. Eine sichtbar in der Baumkrone angebrachte Papiertüte oder ein Eierkarton kann den Tieren deshalb nichts vortäuschen.

Wasser als wirksame Alternative

Wer die Insekten effektiv vertreiben möchte, greift besser zu einem einfachen Wasserzerstäuber. Ein feiner Sprühnebel lässt die Tiere glauben, es beginne zu regnen, woraufhin sie den Rückzug ins Nest antreten. Wichtig dabei ist, dass sich ausschließlich klares Wasser in der Sprühflasche befindet und zuvor keine Spülmittel oder Reiniger darin genutzt wurden.

Ablenkung abseits des Esstischs

Zusätzlich zeigt eine Ablenkfütterung Wirkung. Ein Teller mit süßem Obst oder Kuchen, der einige Meter vom eigenen Sitzplatz entfernt aufgestellt wird, zieht die Wespen gezielt weg. Das Verzichten auf Parfum, grelle Kleidung sowie offene Süßgetränke sorgt zusätzlich dafür, dass man für die Tiere uninteressant bleibt.