Streit vor Gericht
Glückspilz knackt Lotto-Jackpot, Ex-Frau fordert Mega-Summe
Der Gewinner sicherte sich beim SuperEnalotto die Summe von 223,2 Millionen Euro vor Abzug der Steuern und erzählte Freunden davon. Dadurch erfuhr seine getrennt lebende Ehefrau von dem Geld und schaltete Juristen ein. Die 48-jährige Bankangestellte fordert laut italienischen Medienberichten 80 Millionen Euro aus dem Gewinn. Ihre Anwälte begründen diesen Anspruch damit, dass das Paar im April 2023 im Güterstand der gesetzlichen Zugewinngemeinschaft geheiratet hat und die Trennung rechtlich noch nicht wirksam ist.
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Gültige Regeln bei einer Scheidung
Das Prinzip der Zugewinngemeinschaft ist auch aus dem deutschen Recht bekannt, wenn kein Ehevertrag vorliegt. Während der Ehe bleiben die Finanzen zwar getrennt, doch bei einer Scheidung wird der finanzielle Zugewinn ermittelt und aufgeteilt. Dies gilt unabhängig davon, wer das Geld erwirtschaftet oder im Glücksspiel gewonnen hat.
Frist und Alternative für Zahlungen
Die rechtlichen Vertretungen der Frau setzten dem Mann eine Frist von zehn Tagen, um auf die Forderung einzugehen. Als Option zu den geforderten 80 Millionen Euro schlugen die Anwälte eine monatliche Unterhaltszahlung von 8000 Euro vor. Darüber berichtete unter anderem die Zeitung "Corriere della Sera".
Rechtsprechung des italienischen Gerichtshofs
Die juristische Argumentation stützt sich auf Entscheidungen des italienischen Kassationsgerichtshofs. Dieser legt fest, dass Lottogewinne in die gesetzliche Gütergemeinschaft fallen. Das gilt auch dann, wenn der Spieleinsatz aus dem eigenen Vermögen nur eines Partners bezahlt wurde.