Für Susanne Gogl-Walli ist der Traum vom EM-Finale über 400 Meter geplatzt. Die Oberösterreicherin belegte bei der Leichtathletik-EM in Birmingham in ihrem Halbfinallauf in 52,29 Sekunden Rang acht. In der Gesamtwertung bedeutete das Platz 23.
Nach mehreren Verletzungen im Vorfeld war Gogl-Walli ohne Bestleistungsform zur EM gereist. Vor zwei Jahren hatte sie in Rom noch Rang sieben erreicht.
Abstand zu Europas Spitze bedenklich
"Ich habe auf eine Zeit unter 52 Sekunden gehofft", sagte die 30-Jährige. Sie habe alles probiert, doch ihr würden schlicht Trainingseinheiten fehlen. Das Ergebnis sei zwar "vielleicht keine Überraschung, aber trotzdem ein bisschen ernüchternd".
Vor allem der Abstand zur Spitze beschäftigt Gogl-Walli: "Man sieht, wo jetzt momentan die europäische Spitze ist und das ist ja das, wo man hin will." Ihre Konsequenz ist klar: Jetzt heiße es "zurück zur Arbeit", um im kommenden Jahr wieder stärker aufzutreten.
Rattinger fehlen am Ende die Kräfte
Auch für Tobias Rattinger war über 3.000 m Hindernis im Vorlauf Endstation. In 8:47,91 Minuten wurde er Elfter seines Rennens, nur die besten acht erreichten das Finale. Gesamt belegte der Österreicher Platz 22.
"Lange war ich voll dabei", sagte Rattinger. Auf dem letzten Kilometer spielten seine Beine aber nicht mehr mit: "Dann ist es beinhart." Gleichzeitig nimmt er Positives aus Birmingham mit. Es fehle nicht viel, um vorne dabei zu sein – und genau das mache Lust auf mehr.