Kein Stadionkonzept

Grazer Stadion: LH Kunasek macht Druck auf Stadt

© APA/ERWIN SCHERIAU
Die Debatte um die Zukunft des Grazer Stadions in Liebenau geht weiter. Landeschef Kunasek fordert von der Stadt ein fertig ausgearbeitetes Konzept gemeinsam mit Sturm und GAK.
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Graz. Die Diskussion über die Zukunft des Grazer Fußballstadions in Liebenau geht weiter. Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) fordert von der Grazer Stadtregierung nun ein vollständig ausgearbeitetes Konzept für die Modernisierung der Arena. Die bisherigen Vorschläge bezeichnete er gegenüber der APA als "Alibipässe".

Kunasek zeigte sich mit der bisherigen Entwicklung unzufrieden. Aus seiner Sicht fehlt seit eineinhalb Jahren ein klares Bekenntnis der Stadt Graz zur Zukunft des Stadions. Noch immer liege kein entsprechender Beschluss für eine Modernisierung vor.

Stadt Graz soll konkreten Plan vorlegen

Für Kunasek liegt die Verantwortung zunächst bei der Stadt. Schließlich sei Graz Eigentümerin des Stadions und nicht das Land Steiermark. Er erwarte deshalb, dass die Stadt einen ernst gemeinten "Steilpass" spiele. Die bisherigen Schritte seien für ihn nicht ausreichend gewesen.

Gefordert sei ein "fertiges Konzept mit Hand und Fuß". Dieses soll nicht im Alleingang entstehen, sondern gemeinsam mit den beiden Grazer Fußballvereinen SK Sturm und GAK ausgearbeitet werden. Damit sollen die Interessen der beiden Klubs bei der künftigen Gestaltung der Arena berücksichtigt werden.

Danach soll das Land eingebunden werden

Erst wenn ein konkreter und abgestimmter Plan vorliegt, sieht Kunasek das Land Steiermark am Zug. Mit dem fertigen Konzept könne die Stadt an das Land herantreten und um Unterstützung für das Projekt ersuchen.

Damit spielt der Landeshauptmann den Ball in der seit längerem laufenden Stadiondebatte zurück an die Grazer Stadtregierung. Wie eine Modernisierung konkret aussehen und wie hoch die dafür notwendigen Investitionen ausfallen könnten, bleibt vorerst offen.