Trauer im Fürstentum

Großcousin von Fürst Albert tot aufgefunden: Begleiter festgenommen

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Tiefe Bestürzung im Fürstentum Monaco nach dem Tod von Antoine de Massy, einem Verwandten von Fürst Albert II. Der Monegasse wurde am Sonntagnachmittag leblos in einer Grünanlage entdeckt, während die Polizei kurz darauf einen tatverdächtigen Begleiter festnahm.
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Die Alarmkette im Zwergstaat setzte sich in Gang, als Antoine de Massy am Sonntagmittag nicht wie vereinbart zu einem gemeinsamen Familienessen erschien. Seine besorgten Angehörigen versuchten vergeblich, Kontakt aufzunehmen, und verständigten schließlich die monegassischen Sicherheitsbehörden. Am späten Sonntagnachmittag des 25. Oktober machten die Einsatzkräfte schließlich die traurige Entdeckung: Der Leichnam des Fürsten-Verwandten lag in einer Parkanlage unweit der Villa Sauber, einem bekannten Standort des Nationalmuseums von Monaco.

Die Kriminalpolizei sicherte umgehend das Areal und wertete die Überwachungskameras im Umfeld aus. Auf den Aufnahmen fiel den Ermittlern rasch ein Mann auf, der de Massy in der Nacht begleitet hatte. Bereits am Montagmorgen klickten für die Person die Handschellen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Staatsbürger der Ukraine, der seinen festen Wohnsitz im Fürstentum hat.

Letzte Stunden im berüchtigten Promi-Treffpunkt

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler und Berichten von AFP war Antoine de Massy in den frühen Morgenstunden des Sonntags beim Verlassen eines Nachtclubs gesehen worden. Er bewegte sich dabei auffällig schwankend. Weitere Details aus monegassischen Quellen zeichnen die letzten Stunden des Fürsten-Großcousins nach:

  • Aufenthalt im Nobellokal: De Massy hielt sich bis spät in die Nacht im bekannten "Sass’ Café" an der Avenue Princesse Grace auf.
  • Schwer berauscht: Gegen drei Uhr früh verließ er das Club-Restaurant in einem Zustand schwerer Alkoholisierung.
  • Stütze nötig: Sein Begleiter musste ihn auf der Straße zeitweise stützen und beinahe tragen.
  • Ungeklärte Verbindung: Derzeit wird untersucht, ob die beiden Männer den Abend gemeinsam im Club verbrachten oder der Begleiter vor dem Lokal wartete.

Vom "Sass’ Café" bis zur Parkanlage an der Villa Sauber sind es lediglich rund 200 Meter, was einem Fußweg von wenigen Minuten entspricht. Auf diesem kurzen Wegstück ereignete sich die verhängnisvolle Entwicklung, an deren Ende de Massy auf einem kleinen Rasenstück zurückgelassen wurde.

Drogen- und Rotlicht-Skandal um Nobelclub

Das Lokal gilt seit vielen Jahren als fixe Anlaufstelle für die internationale High Society, Prominente und Millionäre. In den luxuriösen Innenräumen feierten bereits Weltstars wie der französische Fußballprofi Kylian Mbappé, Model Kylie Jenner, US-Rapper Travis Scott sowie Pop-Ikone Lady Gaga.

Hinter der glanzvollen Fassade des Hotspots rumorte es jedoch gewaltig. Der Nobelclub geriet erst kürzlich ins Visier der monegassischen Justiz: Im Mai 2025 wurden sowohl der Betreiber als auch der frühere Direktor des Etablissements rechtskräftig verurteilt. Wegen schwerer Delikte im Bereich Drogen und Zuhälterei fassten beide jeweils ein Jahr Haft auf Bewährung aus.

Behörden verlängern Polizeigewahrsam

Im Zentrum der Einvernahmen steht nun das genaue Verhältnis zwischen dem Festgenommenen und Antoine de Massy. Es gilt zu klären, ob es sich um eine enge Freundschaft, eine geschäftliche Beziehung oder eine reine Zufallsbekanntschaft aus dem Nachtleben handelte. Am Montagabend wurde der Polizeigewahrsam für den Ukrainer um weitere 24 Stunden verlängert – eine behördliche Maßnahme, die nach monegassischem Strafrecht schwerwiegende Verdachtsmomente für eine Straftat erfordert. Die Obduktion soll nun endgültig Aufschluss über die exakte Todesursache des Grimaldi-Großcousins geben.