Mehr als 150 Banksy-Motive kommen nach Wien - am Freitag öffnet "House of Banksy" in der METAStadt. Die Ausstellung feiert Österreich-Premiere und zeigt bekannte Arbeiten des geheimnisvollen Street-Art-Künstlers ebenso wie jüngere Werke. Für Wien wurde eine eigene Inszenierung entwickelt.
Die Schau folgt auf "The Mystery of Banksy", die von Oktober 2022 bis April 2023 im Studio F der Wiener Stadthalle mehr als 100.000 Besucher angezogen hat. Insgesamt haben die beiden Ausstellungsformate nach Angaben der Veranstalter inzwischen mehr als vier Millionen Menschen an 41 Standorten in zwölf Ländern besucht.
Graffitis, Skulpturen und Videos
In der METAStadt sind Graffitis, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Drucke auf unterschiedlichen Materialien zu sehen. Dabei handelt es sich großteils um Reproduktionen, die von Graffiti-Künstlern für die Ausstellung angefertigt worden sind. Die Schau ist allerdings nicht von Banksy selbst autorisiert. Rund 80 Prozent der gezeigten Motive sind im Original kaum oder gar nicht mehr öffentlich zugänglich, weil sie entfernt, zerstört, übersprüht oder verkauft worden sind. "Wir wollen so die Werke und vor allem die Message hinter jeder seiner Aktionen und Arbeiten der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen", erklärt Produzent Oliver Forster. Eine Ausstellung in dieser Größenordnung ausschließlich mit Originalwerken sei nicht möglich.
Inhaltlich greift "House of Banksy" jene gesellschaftlichen und politischen Themen auf, für die der Künstler bekannt ist. Dazu zählen Krieg, Flucht, Kapitalismus, Überwachung, Klimawandel und Polizeigewalt. Auch Arbeiten aus den vergangenen Jahren werden thematisiert. 2022 sorgte Banksy mit mehreren Kunstwerken in der vom Krieg gezeichneten Ukraine für Aufsehen. Zwei Jahre später folgte in London eine Serie mit Tiermotiven. Ende April 2026 ist im Zentrum Londons eine neue Statue aufgetaucht, deren Echtheit Banksy kurz darauf bestätigt hat.
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Banksys Identität offenbar gelüftet
Jahrzehntelang hat Banksy seine Identität geheim gehalten. Im März 2026 kam eine umfangreiche Reuters-Recherche zu dem Schluss, dass hinter dem Künstler Robin Gunningham aus Bristol steckt, der später den Namen David Jones angenommen haben soll. Banksy selbst hat die Enthüllung bislang weder bestätigt noch dementiert. Auf dem Kunstmarkt erzielen seine Werke regelmäßig Millionenbeträge. "Love is in the Bin", das teilweise geschredderte "Girl with Balloon", hat 2021 bei einer Auktion 18,5 Millionen Pfund eingebracht.