Auch in Duisburg

Großrazzia bei Hells Angels

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Seit dem frühen Mittwochmorgen durchsuchen mehr als 1000 Polizisten Wohnungen, Clubs und Firmen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Bulgarien. Es geht um ein internationales Geldwäsche-Netzwerk und eine kriminelle Vereinigung - um die Hells Angels.
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Die Staatsanwaltschaft Duisburg leitet das Verfahren, das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität Nordrhein-Westfalen ist beteiligt. NRW-Innenminister Herbert Reul nannte den Einsatz den größten Schlag gegen organisierte Kriminalität seit Jahren.

Die Ermittler sprechen von 71 Beschuldigten, darunter sind zahlreiche Rocker der Hells Angels. Die Vorwürfe: Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberische und gewerbsmäßige Erpressung, bandenmäßiger Betrug, gewerbsmäßige Geldwäsche, Waffen, Körperverletzung und Steuerhinterziehung. 14 Haftbefehle werden vollstreckt. Ein Vermögen von 48,6 Millionen Euro wurde beschlagnahmt. Durchsucht werden bis zu 140 Objekte; der Schwerpunkt liegt in Duisburg und Oberhausen, weitere Maßnahmen laufen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin und Bayern. Ein dpa-Reporter sah Spezialeinsatzkräfte vor dem Haus eines einflussreichen Hells-Angels-Mitglieds in Duisburg.

14 Verdächtige sollen verhaftet werden

Die Ermittlungen laufen laut n-tv  bereits mehr als vier Jahre. Ausgangspunkt soll die Schießerei auf dem Hamborner Altmarkt im Mai 2022 gewesen sein: Rocker und Mitglieder einer türkisch-libanesischen Großfamilie gerieten mit 100 Beteiligten aneinander, mehrere Menschen wurden verletzt. Daraus entwickelte sich das Verfahren gegen das mutmaßliche Waschen von Erlösen aus Drogen, Waffen, Schutzgeld und aus dem Rotlicht-Business. Ob alle 14 Gesuchten festgenommen sind, wollte die Polizei im Laufe des Tages mitteilen.