Gefährdung
BER: Drohnen-Warnsystem im Einsatz
Das neue Drohnen-Erkennungssystem soll unbemannte Fluggeräte früher erfassen und Tower, Bundespolizei und Flughafen warnen, bevor Starts und Landungen gestoppt werden müssen.
Der BER ist bundesweit am stärksten betroffen. Im ersten Halbjahr 2026 zählte der Tower in Schönefeld 28 Sichtungen – eine mehr als in Frankfurt. Siebenmal ruhte der Verkehr vorübergehend. Bis Ende August waren es nach Angaben der Flugsicherung bereits 37 Fälle. 2025 wurden am BER und im Umland nur acht Drohnen registriert. Bundesweit zählte die Flugsicherung im ersten Halbjahr 166 Behinderungen durch Drohnen, nach 101 im Vorjahreszeitraum. Allein Ende September sperrten Sichtungen beide Pisten für 45 Minuten; Maschinen wichen nach Dresden, Hamburg, Hannover und Leipzig aus.
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Weitere Flughäfen folgen
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sagte am Dienstagabend am BER: "Wir nehmen die zunehmende Gefahr durch Drohnen im Umfeld der Flughäfen sehr ernst." Die internationalen Verkehrsflughäfen würden zügig ausgerüstet. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) mahnte: Nicht jede Drohne sei eine akute Gefahr, jede aber eine potenzielle. Aus der bloßen Zahl der Meldungen lasse sich noch keine konkrete Bedrohung ableiten – deshalb brauche man früh verlässliche Daten.
Weitere Airports sollen im Jahresverlauf folgen, darunter München, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Leipzig/Halle und Köln/Bonn. Das DFS-System ergänzt Anlagen der Bundespolizei auf dem Vorfeld. Es ersetzt keine Abwehr: Wer die Geräte steuert, bleibt oft unbekannt. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) fordert deshalb ein zentrales Drohnenabwehrzentrum. Die Detektion am BER soll zumindest die Zeit zwischen Sichtung und Einsatz-Entscheidung verkürzen.
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