Fassadenbegrünung

Grün statt Grau: Wenn Häuserfassaden zu Gärten werden

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Begrünte Fassaden bringen allen etwas: Den Bewohnern, den Passanten und der Umwelt.
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Wer im Frühsommer durch die Wiener Geblergasse spaziert, kann schon einmal staunend vor der Hausnummer 78 stehenbleiben. Denn hier ranken sich duftende Wisterien und bunt blühende Waldreben von Balkon zu Balkon nach oben. Der gelbe Winterjasmin und die zarten Heckenrosen sind bereits verblüht, sorgen aber für dichtes Grün an der ansonsten eintönigen Fassade. Beeindruckend ist auch die üppig bewachsene Front des Boutiquehotels Stadthalle, wo ein regelrechter Garten aus Gräsern, Kräutern und verschiedenen Stauden senkrecht an der Fassade angelegt wurde.

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Grün ist gut fürs Gemüt

Fassadenbegrünung ist definitiv in Mode gekommen. Kein Wunder: Sie sieht nicht nur schön aus, sondern bringt noch weitere Vorteile für Mensch und Umwelt mit sich. Vor allem dort, wo eben kein Platz für Bäume ist. Denn der Anblick von Natur wirkt sich beruhigend aus, steigert das Wohlbefinden und reduziert nachweislich Stress. Daneben finden auch Vögel und Insekten hier wieder Lebensraum.

Bessere Luft, weniger Lärm

Pflanzen tragen wesentlich zur Verbesserung der Luftqualität in ihrer Umgebung bei. Über ihre Blätter nehmen sie Schadstoffe auf und geben Sauerstoff in die Luft ab, während sie gleichzeitig kühlend wirken. So wirkt die Fassadenbegrünung auch für die Hausbewohner als extra Isolationsschicht gegen die Sommerhitze. Aber auch gegen den Straßenlärm: Denn Schall wird von glatten Oberflächen verstärkt, die vielen Blätter und Ästchen an der Bepflanzung hingegen zerstreuen den Schall. Wo massive Tröge mit bewässertem Substrat für die Pflanzen verwendet werden, wird sogar ein Teil des Lärms absorbiert: Es wird merkbar ruhiger im Inneren des Gebäudes – und sogar rundherum.

An Häuserwänden entstehen "vertikale" Gärten inmitten der Stadt. © Getty Images/iStockphoto

Bewuchs schützt Gebäude und Umwelt

Sogar die Gebäude selbst profitieren von der Begrünung: Die grüne Hülle schützt die Bausubstanz vor Sonnenstrahlung, Temperaturextremen sowie Wind und Regen, was die Lebensdauer der Baumaterialien verlängert. Und auch die Umwelt wird geschont: Denn durch die dämmende Wirkung des dichten Bewuchses kann sowohl Heiz- als auch Kühlenergie eingespart werden.

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