Ardo-Schließung

Grüne wollen Tiefkühl-Gigant durch Genossenschaft retten

© Facebook / Helga Krismer?
Grünen-Landessprecherin Helga Krismer lässt mit einem besonderen Vorschlag zur Ardo-Schließung aufhorchen: "80 Prozent unseres Tiefkühlgemüses stehen am Spiel – machen wir gemeinsam was G’scheites!"
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Die drohende Ardo-Schließung am Standort Groß-Enzersdorf schlägt riesige Wellen. "80 Prozent unseres heimischen Tiefkühlgemüses stehen am Spiel. Daher müssen wir jetzt entschlossen handeln, Parteigrenzen überwinden und gemeinsam was G’scheites auf die Beine stellen", bringt es Grünen-Landessprecherin Helga Krismer auf den Punkt. Statt auf weitere Rettungsaktionen zu hoffen, schlägt sie ein interessantes Zukunftsmodell vor. Kern ihrer Idee ist die Gründung einer Genossenschaft jener 500 Gemüsebetriebe, deren Existenz durch das Aus des Tiefkühl-Giganten gefährdet ist. Gemeinsam mit Partnern wie Raiffeisen oder Agrana könnte daraus eine starke Trägergesellschaft entstehen, zeigt sich die Grüne zuversichtlich.

Auch spricht sich Krismer klar gegen den Kauf des bestehenden Werks mit Steuergeld aus: Die Anlage sei veraltet, energieineffizient und verursache hohe Fixkosten. Besser wäre es, wenn die landeseigene Wirtschaftsagentur Ecoplus ein geeignetes Grundstück bereitstellen würde, auf dem innerhalb eines Jahres ein modernes Tiefkühlwerk entstehen könnte. Darüber hinaus sei der Handel gefordert: "Wenn Spar und REWE dem belgischen Konzern die rote Karte zeigen und stattdessen voll auf die heimische Produktion setzen, dann sind unsere Betriebe und die Arbeitsplätze auf der sicheren Seite", betont Helga Krismer.

Nach Ansicht der Grünen könnte ein solcher Neustart nicht nur hunderte Familienbetriebe retten, sondern auch die bitter benötigte Versorgung mit österreichischem Tiefkühlgemüse langfristig sichern. "Es ist keine Zeit zu verlieren, wir werden unsere Vorschläge in der Landtagssitzung kommende Woche einbringen", so die Landessprecherin abschließend.