Deutschland stellt dafür mit bis zu zwei Milliarden Euro den Löwenanteil bereit. Österreich und Luxemburg kommen je für bis zu 60 Millionen Euro auf. Das ging laut Reuters am Montag aus einer Mitteilung des deutschen Verkehrsministeriums hervor.
Geplant ist demnach eine staatlich geförderte Auktion, die Produzenten und Abnehmer von synthetischen Flugkraftstoffen (eSAF) zusammenbringen soll. "Wo zwischen beiden Seiten noch eine Preislücke besteht, setzt die staatliche Förderung an." Die EU-Kommission muss hier noch grünes Licht für die Beihilfe geben.
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Alternativen für Kerosin sind derzeit noch teuer und damit für Produzenten wegen des hohen Investitionsaufwands wenig lukrativ. Das synthetische, strombasierte eSAF kostet etwa zehnmal so viel wie Kerosin und ist bisher nur im Rahmen von Pilotprojekten in winzigen Mengen vorhanden. Deshalb ruft die Branche nach Anschubhilfen des Staates.
Hoher Preis hemmt Produktion
Das Verkehrsministerium in Berlin erläuterte ein strukturelles Problem: Produzenten benötigten langfristige Abnahmeverträge, um Investitionsentscheidungen abzusichern. Abnehmer hingegen schlössen Verträge für Flugkraftstoffe meist über deutlich kürzere Zeiträume ab. "Diese zeitliche und wirtschaftliche Lücke erschwert bisher den Bau neuer Produktionsanlagen." Deshalb sollen nun in einem wettbewerblichen Verfahren auf der einen Seite Angebote von Produzenten von eSAF (electricity-based Sustainable Aviation Fuel) und auf der anderen Seite die Nachfrage von Abnehmern ermittelt werden. "Ein Intermediär gleicht die Differenz zwischen den Angebots- und Nachfragepreisen mit staatlichen Fördermitteln aus."
Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) sprach von einem starken Signal. "Mit dem Markthochlauf von eSAF schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Luftfahrt ihre europäischen Vorgaben erfüllen und zugleich messbar CO₂ einsparen kann."
"Europa braucht bei eSAF nicht nur ambitionierte Ziele, sondern Investitionen in die industrielle Produktion", sagte der deutsche Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU). Zusammen mit Österreich und Luxemburg bündle man Fördermittel und schaffe damit bessere Bedingungen für Investitionsentscheidungen in eine Zukunftstechnologie. "Wenn wir jetzt investieren, können Wertschöpfung, Know-how und Arbeitsplätze in Europa entstehen." Gleichzeitig stärke man die Unabhängigkeit bei Energie- und Lieferketten und mache die Luftfahrt Schritt für Schritt klimafreundlicher.