Aufbauplan 2032+

Heer als Motor für Niederösterreichs Wirtschaft

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Von Heeres-Investitionen im Rahmen des "Aufbauplan 2032+" sollen insbesondere auch die niederösterreichischen Unternehmen profitieren.
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Von Heeres-Investitionen im Rahmen des "Aufbauplan 2032+" sollen insbesondere auch die niederösterreichischen Unternehmen profitieren. Das war am Mittwoch der Tenor bei einem Medientermin von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP). Begünstigen soll das die dafür gegründete Initiative "Wirtschaft & Sicherheit". Die Landeschefin forderte in St. Pölten zudem Veränderungen bei Rahmenbedingungen ein.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Rüstungsdirektor Harald Vodosek. © NLK Khittl

Tanner verwies auf Investitionen von 102 Millionen Euro in die militärische Infrastruktur in Niederösterreich im heurigen Jahr. Umfasst seien Maßnahmen vom Hangarbau bis hin zu Sanierungen und zur umfassenden Autarkie aller Kasernenstandorte. 2027 soll ein Investitionsvolumen von etwa 103 Millionen Euro folgen. "Jeder Euro wirkt doppelt", betonte die Ministerin. Einerseits werde die Verteidigungsfähigkeit gestärkt, zudem schaffe man "wirtschaftliche Stärke vor Ort". Niederösterreichs Militärkommandant Georg Härtinger strich zudem hervor, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Mitteln zentraler Auftrag sei. Denn: "Die wichtigste Grundlage unserer Einsatzfähigkeit ist nicht die Bewaffnung, die wichtigste Grundlage unserer Einsatzfähigkeit ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger."

Das Bundesheer als Wirtschaftsmotor. © HBF/TRIPPOLT

Damit insbesondere Unternehmen aus Niederösterreich an Heeres-Investitionen partizipieren können, wurde die Initiative "Wirtschaft & Sicherheit" ins Leben gerufen. Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ), das Militärkommando Niederösterreich und ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes, starten in diesem Rahmen im Herbst die fünf Regionalveranstaltungen umfassende Reihe "Wirtschaft.Bundesheer.Beschaffung", die sich an Unternehmen richtet. Geboten wird auch eine Webinar-Reihe für einen strukturierten Einstieg in das Themenfeld "Defence & Security". Für WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker "öffnen sich große Chancen" speziell für Bauwirtschaft, entsprechende Nebengewerbe und Zulieferbetriebe.

Mikl-Leitner mit mehreren Forderungen

Aus Sicht von Mikl-Leitner müsse zudem an Stellschrauben bei den Rahmenbedingungen gedreht werden, hier brauche es eine Umsetzung "so rasch als möglich". Die Landeshauptfrau forderte klare rechtliche Grundlagen für Industriekooperationen, damit ein verpflichtender Anteil regionaler Wertschöpfung von 30 bis 50 Prozent gesichert ist. Es brauche zudem schnellere und effizientere Genehmigungsverfahren und Rechtssicherheit für die Betriebe - speziell beim Export von Dual-Use-Gütern. Weiters müsse die EU ihre Finanzierungsbedingungen ändern und in der Taxonomie Sicherheit und Verteidigung angemessen anerkennen.