Was dahinter steckt

Hier knallt Schellhorn gegen geschlossene Tür

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Augen auf beim Gehen: NEOS-Staatssekretär Josef Schellhorn läuft gegen eine geschlossene Tür. Was es damit wirklich auf sich hat, erfahren Sie hier.
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Erst kürzlich erklärte Entbürokratisierungs-Staatssekretär Josef Schellhorn (NEOS) die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten zu seiner "allerhöchsten Priorität". In einem neuen Video - samt Mandarinen und "blutigen Nasen" - untermauert er seinen Standpunkt.

In dem Instagram-Clip will Schellhorn um kurz nach 14 Uhr in einen Selbstbedienungsladen gehen. Doch die Türen bleiben geschlossen, der Staatssekretär läuft gegen den geschlossenen Eingang.

Der Grund: Der Selbstbedienungsladen - in dem keine Mitarbeiter arbeiten - hat von 14 bis 16 Uhr geschlossen. "Zimmerstunde", wie der NEOS-Politiker im Video erklärt.

"Wie absurd ist das bitte?"

Denn auch für Selbstbedienungsläden gelten die Ladenöffnungszeiten. Heißt: maximal 72 Stunden pro Woche. Da der personallose Laden aber vor allem die Randzeiten abdecken will, muss zu Mittag geschlossen werden.

"Wie absurd ist das bitte? Du schlägst dir eine blutige Nase - willst nur Mandarinen kaufen, nur Mandarinen - (...) das sind unsere Ladenöffnungszeiten", so Schellhorn.

Für wen Schellhorn jetzt Ausnahmen will

Der Staatssekretär will das jedenfalls jetzt ändern: "Es geht nicht darum, dass alle aufsperren müssen. Es geht darum, dass nicht alle zusperren müssen". Konkret soll es mehr Freiheiten für inhabergeführte Nahversorger - also, wer sein Geschäft selbst betreibt - und personallose Geschäfte geben. Inhabergeführte Betriebe sollen die Öffnungszeiten selbst festlegen können, Selbstbedienungsläden sollen rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, offen haben können.

Auch hybride Geschäftsmodelle sollen ermöglicht werden. Während der regulären Öffnungszeiten etwa mit Personal, danach als personalloses Selbstbedienungsgeschäft.

Durch die Ausnahmen sollen aber keine zusätzlichen Arbeitsverpflichtungen für Beschäftigte geschaffen werden.

Rewe-Österreich-Chef für Liberalisierung

Bereits vor wenigen Tagen rückte Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti aus, um auf eine Liberalisierung der Öffnungszeiten zu drängen. Neben den im Regierungsprogramm verankerten Änderungen für Selbstbedienungs- und Hybridläden spricht sich Haraszti auch für eine generelle Ausweitung der wöchentlichen Rahmenöffnungszeiten von 72 auf 78 Stunden aus.