Zuvor angekündigt
Hitzefrei: Wirtin sperrt Lokal zu
Die Hitzewelle bringt vor allem im Osten des Landes Temperaturen von über 40 Grad. Viele leiden unter der Hitze. Karin T. (64) ist die Chefin des Lokals "Zur Allee" in Hernals und hat deshalb eine ungewöhnliche Entscheidung getroffen. Sie hat ihren Mitarbeitern für heute, Mittwoch, dem 5.8, frei gegeben. Somit bleibt das Lokal geschlossen.
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Auf Facebook erklärt die Wirtin ihre Entscheidung: "Wir werden wegen der vorhergesagten Hitze und aus Rücksicht auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter kommenden Mittwoch geschlossen halten. Passt auf euch auf und wir sehen uns ab Donnerstag wieder frisch und fröhlich bei uns in der Allee."
Weitere Lokale von der Hitze betroffen
Das "Zur Allee" ist nicht das einzige Lokal in Wien, das während der Hitze zu bleibt. Das Restaurant "Vestibül" in der Wiener City arbeitet vom 1. Juli bis 3. September nach ihren "Sommeröffnungszeiten". Speisen werden erst ab 17 Uhr serviert. Mittags bleibt geschlossen. Von 26. Juli bis 18. August bleibt das Lokal sogar vollständig zu.
"Die Hitze ist längst kein reines Wetterthema mehr – sie ist zu einem wirtschaftlichen Risikofaktor für die Gastronomie geworden", lässt Franz Bernthaler, Geschäftsführer der Culilnarius Gruppe, aufhorchen. "Wenn das Mittagsgeschäft ausbleibt, die Gäste am Abend zwar früher kommen, zugleich aber kürzer bleiben und weniger konsumieren, erleben wir einen tiefgreifenden Strukturwandel."
Zu Mittag bleiben vielerorts Tische leer
Besonders zur Mittagszeit bleiben vielerorts Tische leer. Immer mehr Menschen verzichten darauf, während der größten Hitze das Büro oder die eigene Wohnung zu verlassen, und bestellen ihr Essen lieber direkt an den Arbeitsplatz oder nach Hause. Gleichzeitig meiden viele Gäste Schanigärten, wenn diese nicht ausreichend beschattet sind.
Doch nicht nur die Zahl der Gäste verändert sich, sondern auch deren Konsumverhalten. "Wir beobachten, dass Hitze das Konsumverhalten deutlich verändert. Die Gäste bestellen bewusst leichtere Speisen, verzichten häufiger auf mehrere Gänge und konsumieren insgesamt zurückhaltender. Für die Lokale bedeutet das: Der
durchschnittliche Umsatz pro Gast sinkt", so Bernthaler.
Höhere Kosten für Kühlung und Eisproduktion
Gleichzeitig steigen für die Betriebe die laufenden Kosten. Kühlung, Klimatisierung, Lüftung, Eisproduktion und die durchgehende Kühlkette verursachen einen höheren Energieaufwand.
Auch die Arbeitsbedingungen werden bei anhaltend hohen Temperaturen zunehmend schwieriger. Besonders Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Küchen, Gastgärten und auf Terrassen sind erheblichen Belastungen ausgesetzt. Der ohnehin bestehende
Fachkräftemangel könnte dadurch zusätzlich verschärft werden.