Festspiele

Hochmair-Abschied bei Jedermann-Finale?

© FRANZ NEUMAYR
Am 25. August 2026 geht die diesjährige "Jedermann"-Saison vor dem Salzburger Dom zu Ende. Vor der letzten Aufführung mit Philipp Hochmair und Roxane Duran spekuliert die Kulturwelt bereits intensiv über die Zukunft.
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Die Salzburger Festspiele biegen auf die Zielgerade ein, und damit rückt auch das traditionelle Highlight des Sommers in den Fokus. Am 25. August 2026 findet die endgültig letzte Vorstellung des "Jedermann" für dieses Jahr statt, die gleichzeitig das glanzvolle Ende der gesamten Festspielsaison einläutet. Das weltberühmte "Spiel vom Sterben des reichen Mannes" zieht auch heuer wieder ein internationales Publikum in die Mozartstadt, um vor der einzigartigen Kulisse des Salzburger Doms Theatergeschichte zu erleben.

Philipp Hochmair (Jedermann) und Roxane Duran (Buhlschaft) anlässlich der Fotoprobe des Stücks „Jedermann“. © APA/BARBARA GINDL

Das Stück von Hugo von Hofmannsthal ist seit jeher der feste Ankerpunkt der Festspiele. Im Zentrum der ergreifenden Tragödie steht der reiche, egoistische Jedermann, der erst im Angesicht des Todes sein ausschweifendes, rücksichtsloses Leben bereut und schließlich durch seinen tiefen Glauben und Gottes Begnadigung Erlösung findet. Diese zeitlose Moralität zieht Jahr für Jahr Zehntausende in ihren Bann.

Für die anstehende letzte Aufführung am 25. August wird erneut mit einem gigantischen Publikumsansturm gerechnet. Der weltberühmte Domplatz wird an diesem Abend noch einmal zum Schauplatz für eines der intensivsten Theatererlebnisse der Welt werden.

Im Mittelpunkt des Publikumsinteresses steht dabei natürlich die aktuelle Star-Besetzung. Philipp Hochmair verkörpert die Titelfigur mit einer gewaltigen, beinahe rockhaften Energie, während Roxane Duran an seiner Seite als Buhlschaft für die eleganten und hochemotionalen Akzente sorgt. Ihr Zusammenspiel hat der Produktion heuer eine ganz besondere, moderne Dynamik verliehen, die von Kritikern und Fans gleichermaßen gefeiert wird.

Philipp Hochmair zeigt heuer viel Haut. © APA/BARBARA GINDL

Wie geht es im nächsten Jahr weiter?

Sobald am 25. August die letzten Rufe über den Domplatz verhallt sind, beginnt für die Festspielleitung die Arbeit hinter den Kulissen für die kommende Saison. In Salzburg ist es ein gut gehütetes Geheimnis, wie es personell im nächsten Jahr weitergeht. Die Spekulationen um mögliche Vertragsverlängerungen oder spektakuläre Neubesetzungen laufen in der Gerüchteküche der Theaterwelt bereits auf Hochtouren.

Die wichtigsten Fragen für das Kulturjahr im Überblick:

Verlängerung mit Philipp Hochmair? Seine leidenschaftliche und intensive Interpretation des Jedermanns war heuer erneut ein absoluter Zuschauermagnet. Auf seiner Homepage sind bereits Termine für den "Jedermann Reloaded" eingetragen. Allerdings nur bis Juni, danach scheint er sich den Sommer erneut freizuhalten. Etwa für Salzburg?

Eine neue Buhlschaft? Roxane Duran hat der Rolle der Buhlschaft ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Traditionell wird diese begehrte Frauenrolle in Salzburg jedoch häufig neu besetzt, was stets für großen Wirbel sorgt. Senta Berger hatte mit acht Jahren die bisher längste "Amtsperiode".

Das restliche Ensemble: Auch bei den Rollen des Todes, des Teufels und der Mutter des reichen Mannes stehen für das nächste Jahr potenzielle Umbesetzungen im Raum.

Kristof Van Boven (Mammon) und Philipp Hochmair (Jedermann) © APA/BARBARA GINDL

Der unvergängliche Zauber von Salzburg

Der "Jedermann" bleibt das unumstrittene Herzstück der Salzburger Festspiele. Die einmalige Kulisse des Doms, das Spiel zwischen Licht und Schatten unter freiem Himmel und die existenziellen Fragen des Lebens machen jede Aufführung zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die offizielle Bekanntgabe des Programms und der Besetzung für die nächste Festspielsaison wird traditionell für den Spätherbst erwartet. Bis dahin bleibt das große Finale am 25. August 2026 der absolute Höhepunkt, dem die gesamte Theaterwelt mit Hochspannung entgegenfiebert.