Hollywood hätte dieses Drehbuch nicht besser schreiben können! Ausgerechnet in Los Angeles steigt heute (ab 21 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) das größte Spiel der jüngeren ÖFB-Geschichte. Nur wenige Kilometer vom Teamquartier in Santa Barbara entfernt kämpft Österreich gegen Europameister Spanien um das Achtelfinal-Ticket.
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Sowohl auf dem Papier als auch auf dem Transfermarkt scheint das Duell allerdings ein Kampf zwischen David und Goliath zu sein.
Yamal fast so viel wert wie das ÖFB-Team
Die nackten Zahlen sind spektakulär: Spaniens Kader bringt es auf einen Marktwert von 1,22 Milliarden Euro, Österreich kommt auf 245,2 Millionen. Anders gesagt: Die Furia Roja ist fast fünfmal so viel wert wie die Rangnick-Truppe.
Am besten zeigt das der Vergleich mit Lamine Yamal. Das 18-jährige Barcelona-Wunderkind wird auf 200 Millionen Euro geschätzt – Tendenz steigend – und ist damit fast so wertvoll wie das komplette rot-weiß-rote Aufgebot. Dahinter lauert mit Pedri (150 Mio. Euro) gleich der nächste Mega-Star. Da wirkt ein Eins-gegen-eins fast schon unfair.
Fast ganz Spanien spielt in Spanien
Auch bei der Eingespieltheit liegt Spanien klar vorne. 18 Teamspieler stehen Woche für Woche in der La Liga auf dem Platz. Beim ÖFB hält nach David Alabas Real-Abschied nur noch David Affengruber bei Elche die rot-weiß-rote Fahne hoch. Der Niederösterreicher spielte sich dort zum Abwehrchef und steigerte seinen Marktwert von 9 auf 20 Millionen Ironie des Schicksals: Ausgerechnet gegen Spanien könnte er sein La-Liga-Know-how einbringen – doch Rangnick ließ ihn bei dieser WM noch keine Minute ran.
Nicht nur die Marktwerte flößen Respekt ein. Spanien hat – das verlorene Elfmeterschießen im Nations-League-Finale gegen Portugal ausgenommen – seit 34 Pflichtspielen nicht verloren. In der regulären Spielzeit ist die Furia Roja seit Yamals Debüt überhaupt ungeschlagen. Dazu kommt Schlussmann Unai Simón, der seit 429 Minuten ohne Gegentor ist.
Schlager als ÖFB- Lebensversicherung
Doch Geld gewinnt keine Spiele. Unser größter Trumpf heißt Alexander Schlager. Der Bullen-Keeper spielt eine überragende WM und glänzte vor allem gegen Weltmeister Argentinien mit Weltklasse-Paraden. Geht der Kracher ins Elferschießen, könnte ausgerechnet er zum Matchwinner werden. Vor ihm soll Alaba die Abwehr ordnen.
Der Ex-Real-Star kennt Spaniens Offensivstars aus zahllosen Clásicos. Die Bilanz spricht dennoch für die Iberer: Aus 16 Duellen holte Österreich nur vier Siege. Doch auch Favoriten können stolpern. Auf dem Papier zählen Milliarden – auf dem Rasen nur Tore.