Schuldig!

Hollywood-Star Russell Brand wegen Vergewaltigung verurteilt

© Getty Images
Der britische Schauspieler und Komiker Russell Brand ist von einem Gericht in London wegen Vergewaltigung sowie dreifachen sexuellen Übergriffs schuldig gesprochen worden.
Zur Vollversion des Artikels

Der Schauspieler wurde für schuldig befunden, im Jahr 2009 nach einem seiner Auftritte im Hammersmith Apollo eine 21-jährige Anhängerin vergewaltigt zu haben. Vom Vorwurf zwei weiterer Vergewaltigungen sowie einer versuchten sexuellen Nötigung wurde er nach dem Prozess am Southwark Crown Court freigesprochen. Brand hatte sämtliche Anschuldigungen bestritten. Kurz vor der Urteilsverkündung blickte er vor der Anklagebank zu seiner Ehefrau Laura Gallacher und sagte zu ihr: "Laura, ich liebe dich."

Russell Brand mit Ehefrau Laura © Getty Images

Weitere Vorwürfe im Raum

Nach der Verurteilung wurde bekannt, dass gegen Brand noch ausstehende Beschuldigungen im Zusammenhang mit einer damals 16-Jährigen vorliegen. Das Opfer, in einer Dokumentation aus dem Jahr 2023 unter dem Pseudonym "Alice" bekannt, berichtete, von einem Fahrzeug von der Schule zu Brands Haus gebracht und dort missbraucht worden zu sein. Zudem wird geprüft, ob Staatsanwälte weitere Anklagen erheben, was zu einem zweiten Prozess führen könnte. Die ermittelnden Detektive sehen in der Verurteilung ein Signal für betroffene Frauen, mit ihren Anschuldigungen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Zivilrechtliche Klagen anhängig

Neben dem Strafverfahren sieht sich Brand mit zivilrechtlichen Forderungen in Großbritannien und den USA konfrontiert. Eine Klage vor dem High Court über 100.000 Pfund Schadenersatz wegen eines angeblichen Vorfalls in Los Angeles im Jahr 2008 wurde bis zum Ende des Strafprozesses ausgesetzt. Eine weitere Klage ist in New York anhängig, wo ihm ein Übergriff am Set des Films "Arthur" aus dem Jahr 2010 vorgeworfen wird. Die Opfer des Strafverfahrens hatten bisher keine Entschädigungsansprüche gestellt, das Urteil ermöglicht nun jedoch rechtliche Schritte.