Ollersdorf

Hybrid-Park liefert Strom für 18.500 Haushalte

© Lukas Aigelsreither
Windkraft und Photovoltaik greifen in Ollersdorf künftig ineinander. Der neue Hybrid-Park nutzt einen gemeinsamen Netzanschluss und erzeugt Strom für rund 18.500 Haushalte.
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In Ollersdorf in der Marktgemeinde Angern an der March ist eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb gegangen. Mit 5,3 Megawatt Peak Leistung soll sie jährlich rund 6.300 Megawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Verbrauch von etwa 1.800 Haushalten. Gebaut wurde die Anlage seit August 2025, die Inbetriebnahme erfolgte im Sommer dieses Jahres.

Wind und Sonne arbeiten zusammen

Eine Besonderheit ist die Verbindung mit dem benachbarten Windpark Prottes II. Beide Anlagen nutzen denselben Netzanschluss und bilden gemeinsam einen Hybrid-Park. Dadurch können bereits vorhandene Netzkapazitäten besser ausgenutzt werden. Insgesamt liefern Windpark und Photovoltaikanlage rechnerisch Strom für rund 18.500 Haushalte.

Auch bei der Stromerzeugung ergänzen sich die beiden Energieformen. Während Windkraft an windreichen Tagen mehr liefert, spielt die Photovoltaikanlage ihre Stärke vor allem bei sonnigem Wetter aus. So soll die Stromproduktion ausgeglichener über unterschiedliche Wetterlagen verteilt werden.

"Die Kombination von Wind- und Sonnenstrom in einem Hybrid-Park ist ein Musterbeispiel für innovative, nachhaltige Energieversorgung und bringt einen großen Mehrwert für die Region", sagt Landesrat Anton Kasser. Auch in der Gemeinde setzt man auf das Zusammenspiel der beiden Energiequellen. "Die Kombination aus Windkraft und PV ist für uns das ideale Modell, um umweltfreundlichen Strom in der Region zu erzeugen", erklären Bürgermeister Robert Meißl und Vizebürgermeister Rene Zonschits.

EVN will PV-Leistung deutlich ausbauen

Tierische Unterstützung. © Lukas Aigelsreither

Für die EVN ist Ollersdorf zugleich Teil ihrer weiteren Ausbaupläne. Bis 2030 soll die Photovoltaikleistung des Unternehmens von derzeit rund 133 auf 300 Megawatt Peak steigen. "Die intelligente Kombination von Wind- und Sonnenkraft in einem Hybrid-Park ermöglicht es, bestehende Netzressourcen optimal zu nutzen", erklärt EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz. Die Anlage sei zugleich ein wesentlicher Baustein der Strategie bis 2030.

Wollige Rasenmäher

Unterstützung bei der Pflege der Anlage kommt seit einigen Tagen auf vier Beinen. Schafe grasen zwischen und unter den Photovoltaikmodulen und halten die Flächen kurz. Für die Tiere gibt es dabei reichlich Futter, Auslauf und Schattenplätze unter den Modulen.