Will Heirat

Für die Liebe: Pfarrer schmeißt nach 37Jahren hin

Ein älterer Mann steht in einer leeren Kirche vor leeren Holzbänken und einer Orgel.
© youtube
Ein katholischer Pfarrer aus dem hessischen Taunus gibt kurz vor seinem Ruhestand sein Amt auf. Der Seelsorger gestand öffentlich, seit vielen Jahren heimlich mit einer Frau zusammenzuleben.
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Andreas Unfried war 37 Jahre lang Pfarrer, ehe er in einem Schreiben an seine Gemeinde und an den Limburger Bischof Georg Bätzing seinen Rücktritt ankündigte, das berichtet die deutsche Bild. Er wolle nun seine Freundin heiraten und hänge dafür das Messgewand an den Nagel. In dem Brief beschreibt er seine Dankbarkeit gegenüber der Kirche, gibt aber zeitgleich zu, schon immer mit dem Zölibat gehadert zu haben. Er schreibt: "Ich habe dies auch nach Kräften versucht zu leben, muss aber anerkennen, dass ich dieses Charisma nicht wirklich in mir trage."

Jahrelange heimliche Beziehung gestanden

In der Veröffentlichung auf der Website seiner Pfarrei St. Ursula räumt der Seelsorger ein, seit vielen Jahren "heimlich die Beziehung zu meiner großen Liebe" gelebt zu haben. Wie lange die Beziehung exakt andauerte, lässt er offen. Er betont jedoch die Bedeutung seiner Partnerin für seinen Dienst: "Ich hätte diese 37 Jahre aber auch nicht durchgehalten, wenn ich mir nicht der Unterstützung meiner Lebenspartnerin hätte sicher sein können."

Entscheidung für den gemeinsamen Ruhestand

Da seine Partnerin in Rente gegangen ist und er selbst kurz vor dem Ruhestand steht, zieht Unfried nun den Schlussstrich unter die Geheimhaltung. Er erklärt: "Sie hat lange auf mich gewartet. Dafür bin ich sehr dankbar. Nun ist es genug. Nun ruft mich die Liebe zu der Frau, mit der ich schon lange das Leben teile."

Enttäuschung bei der Gemeinde bewusst

Dem Pfarrer ist klar, welche Welle die Beichte in seiner Gemeinde Oberursel auslösen wird. Unfried richtet das Wort an die Gläubigen: "Ich bin mir bewusst, welche Enttäuschungen ich auch mit meinem Schritt auslöse. Ich kann nur hoffen, dass mein Schritt irgendwann akzeptiert werden kann, auch wenn ich weiß, dass ich vielen damit aktuell das Leben schwer mache."

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