OÖ. Die HYPO Oberösterreich hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Besonders stark entwickelte sich das Kreditgeschäft. Das Ergebnis vor Steuern ging allerdings gegenüber dem Vorjahr zurück.
Neukredite in Höhe von 575 Millionen Euro
Insgesamt vergab die Bank in den ersten sechs Monaten Neukredite in Höhe von 575 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 374,3 Millionen Euro entspricht das einem Plus von 53,6 Prozent. Besonders stark war das Wachstum bei Firmenkunden mit mehr als 85 Prozent. Bei Privatkunden legte das Neukreditgeschäft um 33,7 Prozent zu.
Das gesamte Finanzierungsvolumen erhöhte sich um 2,4 Prozent auf rund 7,08 Milliarden Euro. Damit überschritt die HYPO Oberösterreich erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte die Marke von sieben Milliarden Euro.
Kundeneinlagen um sechs Prozent gestiegen
Auch bei den Kundeneinlagen verzeichnete die Bank Zuwächse. Diese stiegen um sechs Prozent auf rund 3,05 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber Ende 2025 um 4,9 Prozent auf 9,12 Milliarden Euro. Bei Wohnbauanleihen wurden mehr als 125 Millionen Euro platziert.
Das Ergebnis vor Steuern fiel hingegen von 24,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 18,6 Millionen Euro. Als Gründe nennt die Bank vor allem Bewertungseffekte und die erhöhte Stabilitätsabgabe. Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorgen blieb mit 48,9 Millionen Euro nahezu stabil.
Nach einem starken Jahresbeginn sorgte laut HYPO der Beginn des Irankriegs im zweiten Quartal für wirtschaftliche Unsicherheit und eine größere Zurückhaltung der Kunden. Dennoch zeigt sich die Bank für das Gesamtjahr zuversichtlich und erwartet weiterhin ein gutes Jahresergebnis.