Guthaben schrumpft
Insolvenzfonds: Ministerin schlägt jetzt Alarm
Der Insolvenzentgeltfonds sorgt in Österreich dafür, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - falls der Arbeitgeber insolvent wird - ihre offenen Löhne, Gehälter und Co. erhalten. Finanziert wird er über einen Arbeitgeberbeitrag, der unter Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) auf 0,1 Prozent der Beitragsgrundlage halbiert wurde.
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Durch die aktuelle wirtschaftliche Lage und die vermehrten Insolvenzen wird der Fonds nun allerdings stärker beansprucht. Das Ergebnis: Das Guthaben schrumpft laut der IEF-Service GmbH (Insolvenzentgeltfonds) von rund 385 Millionen Euro auf rund 40 Millionen Euro bis Ende 2026.
Mit dem derzeitigen Beitragssatz wäre demnach keine ausgeglichene Gebarung mehr gewährleistet, heißt es aus dem Arbeitsministerium.
"Braucht nachhaltige Finanzierung"
"Es ist unsere Verantwortung, rechtzeitig zu handeln", fordert nun Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ). Damit der Fonds auch in Zukunft zuverlässig helfen könne, "braucht es eine nachhaltige Finanzierung", so die Ministerin. Sie werde "nicht tatenlos zusehen, wie ein bewährtes Sicherheitsnetz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Risse bekommt".
Schumann erklärt weiter: Man müsse dafür sorgen, dass der IEF "auch künftig ausreichend finanziert ist".
Zur Größenordnung: Die Halbierung des Beitrags unter Kocher entlastete die Wirtschaft mit rund 125 Millionen Euro.