Aus Finanzsektor
Investorsuche für Kapitalerhöhung bei Energie Steiermark
Die Energie Steiermark will sich frisches Kapital mit der Ausgabe von 25 Prozent neuer Aktien sichern, hieß es am Montag in einer Aussendung des Landes Steiermark: Die Landesregierung stimmte den Plänen zu. Das Land Steiermark hält seit 2023 100 Prozent der Anteile an der Energie Steiermark. Mit einem neuen Investor soll eine Kapitalerhöhung um 25 Prozent erreicht werden. Mit dem Geld will der Landesenergieversorger den Netzausbau in den kommenden Jahren vorantreiben.
Land bleibt Mehrheitseigentümer
Die langfristige Partnerschaft soll bis zumindest 2035, bis zum Ende der geplanten Investitionsphase, laufen. Das war eine Bedingung der blau-schwarzen Landesregierung. Weitere Rahmenbedingungen für den Investor seien auch festgelegt worden: "Es darf zu keinem Verkauf bestehender Aktien kommen; das Land muss überwiegender Mehrheitseigentümer bleiben; der Unternehmenswert muss größer sein als zum Zeitpunkt des Rückkaufs 2023; das zufließende Kapital muss direkt in die Energie Steiermark fließen", hieß es in der Aussendung. Als Untergrenze sind somit jene 533 Mio. Euro festgelegt, die das Land Steiermark 2023 für 25 Prozent plus 150 Aktien bezahlt hat.
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Anteile verkaufen war geplant
"Mit dem Kapital eines Wachstumspartners kann die Energie Steiermark bei ihrem Investitionsprogramm den Turbo zünden", meinte Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ). "Wir holen privates Kapital ins Boot, aber wir geben das Steuer nicht aus der Hand. Das Land bleibt Mehrheitseigentümer und behält die strategische Verantwortung für die Energieversorgung der Steiermark", unterstrich Landeshauptmannstellvertreterin Manuela Khom (ÖVP). 2023 hatte das Land Steiermark - damals noch unter Landeshauptmann Christopher Drexler (ÖVP) und seinem Stellvertreter Anton Lang (SPÖ) - die kompletten Anteile am Landesenergieversorger zurückgekauft. Schon damals war geplant, Anteile zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu verkaufen oder sich Investoren an Bord zu holen.