Ein Toter auf Schiff

Iran beschießt zwei Öltanker

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Der Krieg in Nahost eskaliert weiter.
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Das US-Militär hat in der Nacht auf Dienstag erneut iranische Ziele angegriffen. Es seien zahlreiche Orte im ganzen Land bombardiert worden, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) mit. Mehr als 50.000 US-Soldaten seien derzeit im Nahen Osten stationiert. Der Iran beschoss indes zwei Öltanker der Vereinigten Arabischen Emirate in der Straße von Hormuz, wie der Golfstaat auf X berichtete. Dabei sei ein indisches Besatzungsmitglied getötet worden.

Die Schiffe seien bei der Durchquerung auf der südlichen Schifffahrtsroute innerhalb omanischer Hoheitsgewässer von zwei Marschflugkörpern getroffen worden, teilte das Verteidigungsministerium der VAE mit. Es seien acht Personen verletzt worden, sechs indische und zwei ukrainische Staatsangehörige. Zudem seien Brände auf beiden Tankern ausgebrochen, schließlich aber unter Kontrolle gebracht worden.

Der Angriff stelle einen "schwerwiegenden Verstoß und klaren Bruch des Völkerrechts" dar, erklärte das Verteidigungsministerium. Die Emirate behielten sich vor, auf diese Eskalation zu reagieren. Auch im Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium des mit den USA verbündeten Landes rief die Einwohner in der Nacht über die Plattform X auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht.

Explosionen auf Insel und in Hafenstadt

Der neuerliche Vorfall in der Straße von Hormuz fiel mit erneuten Angriffen der USA auf Ziele im Iran zusammen. Die mehrstündigen Angriffe sollten die Fähigkeit des Irans weiter einschränken, Attacken auf unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz auszuüben, hieß es.

Das iranische Staatsfernsehen berichtete in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) von Explosionen auf der Insel Kish sowie in der Hafenstadt Bandar Abbas. Centcom nannte mehrere Orte, darunter Bandar Abbas und Bushehr. Es seien Verteidigungseinrichtungen an der Küste, Raketen- und Drohnenrampen und Marineziele getroffen worden.

US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor bereits weitere Angriffe seines Landes auf den Iran angekündigt. Man werde das Land heute Abend hart treffen - genau wie morgen, sagte er am Montagnachmittag (Ortszeit) in einem Radiointerview. Der Iran könne nichts dagegen tun, hob er hervor.

Trump schlug vor, für die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz eine Gebühr von 20 Prozent auf alle Frachtgüter u erheben. Der Vorschlag des US-Präsidenten, als "Wächter der Straße von Hormuz" eine Gebühr zu erheben, wurde vom Iran ironisch kommentiert. "20 Prozent sind natürlich zu viel. Wir werden fair sein", schrieb Außenminister Abbas Araqchi auf X. Auch die Schifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen wies den Vorschlag zurück.

US-Streitkräfte hatten in den vergangenen Tagen wiederholt iranische Ziele angegriffen. Das Militär begründete dies mit Attacken des Irans auf Schiffe in der Straße von Hormuz. Der Iran reagierte auf die US-Angriffe wiederum mit Vergeltungsangriffen - etwa auf Golfstaaten. All das befeuerte in der Region die Sorge vor einem vollständigen Wiederaufflammen des Kriegs - zumal Trump die Waffenruhe mit Teheran vor wenigen Tagen für beendet erklärt hatte.