Nach Unfällen
Italien mit Knallhart-Regeln für Schwimmbäder
Die neuen Regeln sehen strengere Anforderungen an Wasserumwälzsysteme und Ansaugvorrichtungen vor. Saugöffnungen, Bodenabläufe und Gitter müssen künftig so beschaffen sein, dass ein gefährlicher "Saugnapf-Effekt" verhindert wird, bei dem Personen unter Wasser festgehalten werden können.
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Betreiber, die ihre Anlagen nicht an die neuen Sicherheitsstandards anpassen, müssen mit der sofortigen Schließung des Schwimmbads rechnen. Die Wiedereröffnung ist erst nach erfolgter Nachrüstung möglich. Zusätzlich wird ein Fonds in Höhe von 4,7 Millionen Euro für das Jahr 2026 eingerichtet. Das Geld soll öffentlichen Schwimmbädern helfen, notwendige Sicherheitsanpassungen umzusetzen.
Mehrere tödliche Badeunfälle in Schwimmbädern
Die neuen Vorschriften sind eine Reaktion auf mehrere Badeunfälle der vergangenen Wochen, die in Italien eine breite Debatte über die Sicherheit von Schwimmbädern ausgelöst hatten. Der Tod einer Elfjährigen, die vergangene Woche in einem Schwimmbad im ligurischen Sestri Levante durch die Ansaugöffnung einer Anlage unter Wasser gezogen wurde und ums Leben kam, hat in Italien die Debatte über die Sicherheit von Schwimmbädern ausgelöst.
Auch ein österreichisches Mädchen ist am Samstag im Schwimmbad eines Hotels in der norditalienischen Badeortschaft Milano Marittima ums Leben gekommen. Gegen den 56-jährigen Vater des Kindes und gegen zwei Hotelbetreiber wird ermittelt.