Showdown in SPÖ

Jetzt also doch: Zeiler startet Social-Media-Kampagne

© APA/GEORG HOCHMUTH
Der Medienmanager ist nun doch auf Facebook und Co. zu finden.
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In der SPÖ richten sich alle Augen auf Sonntag, wo bei einem Treffen zwischen Vizekanzler Andreas Babler und den Länderchefs die mit der Bewerbung Gerhard Zeilers für den Parteivorsitz ausgebrochene Personaldebatte besprochen werden soll.

Während über verschiedenste Namen für die SPÖ-Spitze spekuliert wird, hält Gerhard Zeiler weiterhin an seiner Bewerbung fest und startete nun auch eine Social-Media-Kampagne. Wie berichtet, war der 71-Jährige bisher nicht auf Facebook und Co. zu finden, sondern ging für seine Kampagne eher arrivierte Pfade ab: Interview in der Print-Presse, Auftritt in den TV-Studios des Landes und ein Gastkommentar im linken "profil" - für das eigene Klientel.

Nun setzt auch Zeiler auf Social Media. Hintergrund: Der 71-Jährige könnte sich auf eine mögliche Mitgliederbefragung zur Wahl eines neuen SPÖ-Chefs vorbereiten.

Offener Brief

Bereits zuvor warb Zeiler in einem offenen Brief um die Unterstützung der SPÖ-Mitglieder. "Die SPÖ ist auf dem Weg, bundespolitisch irrelevant zu werden", beklagt Zeiler in dem Schreiben, das der APA vorliegt und das am Freitag auf einer Website veröffentlicht wird. Es gebe keinen anderen Weg, "als JETZT die Veränderung herbeizuführen", befand er. "Die SPÖ muss in die Mitte rücken."

In dem offenen Brief "an alle Mitglieder der SPÖ" vermutet Zeiler, dass die "Genossinnen und Genossen" wahrscheinlich über seine Ankündigung "überrascht" gewesen seien. "Deswegen möchte ich mich jetzt direkt an Euch wenden. Ich habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche in der SPÖ geführt. Und diese Gespräche haben mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass es absolut möglich ist, den Siegeszug der Rechten aufzuhalten." Dies aber nur, meint Zeiler, "wenn wir - die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Österreich - uns ändern, eine Neuausrichtung der Partei vornehmen und sie in die Mitte führen". Das sei der "Grund, warum ich Parteivorsitzender werden möchte". Den aktuellen Parteichef, Vizekanzler Andreas Babler, erwähnt Zeiler in dem Schreiben, das auf der neuen Homepage www.gerhardzeiler.info veröffentlicht werden soll, nicht.