Nach Frankreich

Jetzt auch schwere Krawalle in Italien

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Bei gewaltsamen Ausschreitungen am Rande von Protesten gegen steigende Lebenshaltungskosten, hohe Benzinpreise und die Steuerbelastung sind in Mailand am Samstagabend mindestens 24 Menschen verletzt worden.
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Vier Polizisten und 20 Demonstranten mussten medizinisch behandelt werden. Mehr als 50 Jugendliche wurden festgenommen, die Hälfte von ihnen ist minderjährig, berichtete die Polizei.

Hunderte überwiegend schwarz gekleidete Jugendliche lieferten sich in Mailand Auseinandersetzungen mit der Polizei und drängten die Einsatzkräfte unter anderem mit Böllern, Flaschen und Absperrgittern zurück. Schließlich besetzten sie den Domplatz. Die Polizei zog Verstärkung heran und riegelte den Platz mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen ab. Am Abend wurde eine Polizeistreife von einer Gruppe umringt; die Beteiligten wurden nach Polizeiangaben festgenommen. Nach den stundenlangen Auseinandersetzungen blieben zerstörte Schaufenster, umgestürzte Café-Tische und Brandschäden auf dem Domplatz zurück.

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Zusammenstöße nahe des Bahnhofes von Bologna

Auch in Turin, Bologna und Bergamo kam es zu Ausschreitungen. In Turin geriet ein zunächst als unpolitisch angekündigter Protestzug unter den Einfluss militanter Gruppen und propalästinensischer Aktivisten. Versuche der Veranstalter, die Teilnehmer zum Ablegen ihrer Fahnen und zum Verzicht auf Vermummung zu bewegen, blieben demnach erfolglos.

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In Bologna konzentrierten sich die Zusammenstöße auf den Bereich des Bahnhofs. Dort löste sich eine Gruppe vermummter Jugendlicher vom Demonstrationszug und warf Rauchkörper, Glasflaschen, Absperrgitter und Steine auf die Polizei. Die Einsatzkräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein, um die Gruppe auseinanderzutreiben.

Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte die Gewalt. Demonstrationen seien ein Recht, sagte sie, die Städte zu verwüsten hingegen nicht. Zugleich forderte sie die Opposition auf, sich eindeutig von den Ausschreitungen zu distanzieren. Jede Zurückhaltung werde sonst zur Rechtfertigung der Gewalt. Auch die stellvertretenden Ministerpräsidenten Antonio Tajani und Matteo Salvini äußerten scharfe Kritik. Tajani warf Teilen der politischen Linken vor, die Lage anzuheizen.

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Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala betonte, die Gründe für die Proteste seien nachvollziehbar gewesen. Gewalt gegen Einsatzkräfte und schwere Schäden an der Stadt seien jedoch nicht zu rechtfertigen. Die Politik könne die Situation für den eigenen Wahlkampf instrumentalisieren oder besonnen auf die schwierige Lage reagieren. Er hoffe auf Letzteres.