Ölpreise steigen

Jetzt droht der nächste Sprit-Schock

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Die Ölpreise steigen weiter rasant.
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Die Ölpreise sind am Freitag weiter gestiegen. Die Notierungen steuern angesichts zunehmender Angriffe auf Saudi-Arabien auf den dritten Wochengewinn in Folge zu. Die jüngste Eskalation schürt Sorgen vor größeren Lieferausfällen im Nahen Osten. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee kostete zuletzt 116,25 US-Dollar. Das sind 2,7 Prozent mehr als am Vortag. Brent notiert aktuell auf dem Niveau von Mai.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben das saudische Verteidigungsministerium in Riad angegriffen. Das Ministerium sei direkt getroffen worden, teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari mit. Die Rebellen hätten mit Raketen und Drohnen auch die Flughäfen im östlichen Dammam sowie in Abha im Süden angegriffen und Einrichtungen des Ölkonzerns Saudi Aramco in der Hafenstadt Janbu am Roten Meer. Die Huthi im Jemen setzen das benachbarte Saudi-Arabien seit Wochen unter Druck mit nahezu täglichem Beschuss von Flughäfen, Öl-Einrichtungen und anderen Zielen.

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Neue Eskalation droht

Die zunehmenden Kämpfe drohen den Konflikt rund um die Straße von Hormuz auszuweiten. Dort haben sich die Rohölexporte inzwischen wieder nahezu auf das Vorkriegsniveau erholt. Öl der Nordseesorte Brent hat sich seit Jahresbeginn um rund 90 Prozent verteuert. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran nähert sich mittlerweile seinem neunten Monat. Die Preise für Ölprodukte sind noch stärker gestiegen, insbesondere für Diesel.

Die "New York Times" hatte in dieser Woche berichtet, dass die USA und Israel Pläne für neue Angriffe auf die Islamische Republik nach den US-Zwischenwahlen Anfang November ausgearbeitet hätten.

"Die jüngsten geopolitischen Eskalationen deuten auf einen intensiveren Angriff auf den Iran hin, was die Rohölpreise über die gesamte Terminkurve hinweg nach oben treibt", sagte Dennis Kissler, leitender Handelsmanager beim Finanzdienstleister BOK Financial Securities, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die meisten Händler gingen angesichts der jüngsten Entwicklungen davon aus, dass die Preise länger auf hohem Niveau bleiben dürften.

Wird Tanken teurer?

Höhere Rohölpreise könnten sich auch an den Tankstellen in Österreich bemerkbar machen. Wie stark Benzin und Diesel tatsächlich teurer werden, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Neben dem Ölpreis spielen auch die Kosten in den Raffinerien, Steuern, der Dollarkurs und die Nachfrage eine wichtige Rolle.

Auch für Haushalte, die mit Heizöl heizen, könnte sich die Entwicklung bemerkbar machen. Bleibt Rohöl längerfristig teuer, drohen zusätzliche Belastungen bei den Heizkosten. Wie sich die Preise weiterentwickeln, hängt vor allem davon ab, ob sich die Kämpfe verschärfen und dadurch größere Mengen Öl verspätet oder gar nicht auf den Weltmarkt gelangen.