Eklat in Bonn
Jung-Parteikollege fordert Merz zu Abgang auf
Ein junger Parteikollege warf Friedrich Merz politische Versäumnisse, gebrochene Erwartungen und eine Politik zulasten der jüngeren Generation vor. Schließlich forderte er den Kanzler öffentlich zum Rücktritt auf.
Dabei begann der Delegierte aus Bayern zunächst ausgesprochen höflich. Merz halte ausgezeichnete Reden und sage häufig das Richtige. Doch zwischen seinen Ankündigungen und seinem tatsächlichen Regierungshandeln klaffe eine gewaltige Lücke.
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"Dienstwagen nehmen, um Entlassung bitten"
Besonders scharf kritisierte der junge Fraktionskollege die Finanz- und Rentenpolitik. Merz habe in den vergangenen zwei Jahren "faktisch einen Raubzug gegen die junge Generation angeführt – willentlich oder aus Versehen". Als Beispiele nannte er die massive Neuverschuldung und das umstrittene Rentenpaket. Die Einwände der Jungen Union seien weitgehend ignoriert worden.
Anschließend verwies der Delegierte auf die katastrophalen Beliebtheitswerte des Kanzlers. Im ARD-Deutschlandtrend von Ende September waren lediglich zehn Prozent der Befragten mit Merz zufrieden. Der junge Kritiker verglich diesen Absturz mit der britischen Ex-Premierministerin Liz Truss, die 2022 nach nur 49 Tagen zurücktreten musste.
Seine Schlussfolgerung war unmissverständlich: "Nehmen Sie Ihren Dienstwagen, fahren Sie zum Bundespräsidenten und bitten Sie um Ihre Entlassung."